7 Trends im Badezimmer

7 Trends im Badezimmer

Früher war das Badezimmer in erster Linie ein praktischer Nutzraum. Wenig liebevoll als Nasszelle bezeichnet, stand die Funktion klar im Vordergrund. Inzwischen hat sich das Bad zu einem Wohnraum entwickelt, der Wellness in die eigenen vier Wände bringen und ansprechend aussehen soll. Dabei gibt es auch im Badezimmer Trends und Moden.

7 Trends im Badezimmer

Die Hersteller entwickeln bewährte Lösungen weiter, präsentieren Altes in neuem Gewand und setzen ganz neue Ideen um, die es so noch nicht gab. Wir zeigen sieben Trends im Badezimmer!:

  1. Nachhaltigkeit

Umweltfreundliche und nachhaltige Produkte sind auch im Badezimmer ein zunehmend großes Thema. Eine Innovation sind zum Beispiel Fliesen, die mit einer selbstreinigenden Biotechnik daherkommen.

Bei der sogenannten Photokatalyse setzt das Sonnenlicht eine chemische Reaktion in Gang, die Schmutzpartikel aus der Luft, die sich auf der Oberfläche der Fliesen ablagern, zersetzt. Das reinigt und verbessert nicht nur die Raumluft, sondern macht die Schadstoffe auch unschädlich.

Ein anderes Konzept sind Waschbecken und Duschtassen, die komplett aus recycelten Industrieabfällen hergestellt werden. Armaturen mit neuartigen, besonders widerstandsfähigen Oberflächen wiederum erhöhen die Nutzungsdauer und helfen so dabei, Müll zu vermeiden.

Daneben gibt es moderne Produkte fürs Bad, die aus recycelbaren Materialien bestehen, ohne Formaldehyd auskommen und durch spezielle Herstellungsverfahren den Energieverbrauch deutlich senken.

  1. Farbe

Vor ein paar Jahrzehnten waren bunte Badkeramik und Fliesen mit farbenfrohen Mustern modern. Dann folgte eine Zeit, in der die Farbe aus dem Bad verschwand. Waschenbecken, Badewannen und Toiletten wurden weiß, die Fliesen hatten bestenfalls gedeckte Töne. Wenige Musterfliesen oder eine Bordüre waren das Maximum an Deko.

Doch jetzt wird es wieder bunt im Bad. Armaturen in Schwarz, Gold oder Kupfertönen halten genauso Einzug wie Badmöbel mit Fronten in Pastellfarben und Sanitärobjekte in kräftigen Farben.

Ob leuchtend rote Badewanne, quietschgelbe Duschtasse, sattgrüne Toilette oder königsblaues Waschbecken – die Farbpalette der Hersteller lässt keine Wünsche offen.

Dabei setzt die Gestaltung auf unterschiedliche Konzepte. So gibt es mal nur kleine Farbkleckse in einer sonst eher zurückhaltenden Umgebung. In anderen Fällen bewegen sich alle Farben in einer Farbwelt.

Oder das Bad ist in einem Farbton gehalten und der Wechsel aus matten und glänzenden Oberflächen sorgt für die lebendige Dynamik.

  1. Große Formate und 3-D-Optik

Großformatige Fliesen sind nicht unbedingt ein ganz neuer Trend. Doch inzwischen ist die Auswahl deutlich größer. Außerdem müssen die Fliesen nicht nur ein Belag für die Wände und den Boden bleiben. Stattdessen können sie auch die Duschtasse ersetzen, zu chicen Ablageflächen werden oder als Deckplatten direkt in die Badmöbel integriert sein.

Schwer angesagt sind außerdem 3-D-Fliesen. Ausdrucksstarke Muster und Oberflächenstrukturen sorgen für eine originelle Optik, die viel Lebendigkeit in den Raum bringt und die Wand fast wie ein modernes Kunstwerk aussehen lässt.

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  1. Naturlook

Technische Innovationen machen es möglich, Fliesen herzustellen, die durch die Oberflächenstruktur, die Form und die Dicke sehr nach an natürliche Materialien herankommen. Fliesen, die Marmor, Granit, Schiefer oder bunte Halbedelsteine imitieren, setzen edle Akzente.

Doch auch Fliesen in Holz- und Parkettoptik sind im Trend. Dabei ahmt das Steinzeug aufwändige Intarsienarbeiten nach oder lässt traditionelle Verlegetechniken wie Fischgrät oder Mosaik wieder aufleben.

Eher schlichte Fliesen, die auf den ersten Blick kaum von einem echten Holzboden zu unterscheiden sind, sind aber natürlich ebenfalls erhältlich.

  1. Wasserfeste Tapete

Neben den klassischen Fliesen finden auch andere Wandverkleidungen ihren Weg ins Badezimmer. Ein Trend dabei sind wasserfeste Tapeten, die sogar in der Dusche angebracht werden können.

Eine andere Produktinnovation ist eine Badezimmer-Tapete mit Duft. Die Duftpartikelchen in der Oberfläche bleiben ungefähr ein halbes Jahr lang aktiv. Danach kann ein Wachs aufgetragen werden, das die Tapete reinigt, sie mit einem Schutzfilm versiegelt und den Duft zurückbringt.

  1. Flexibilität

Im Unterschied zu anderen Räumen ist es im Bad nicht ganz so einfach, umzubauen oder die Optik neu zu gestalten. Gefallen die Fliesen nicht mehr oder soll die Badewanne raus, sind die Arbeiten oft zeitaufwändig und teuer.

Der Trend geht deshalb zu Einrichtungskonzepten, die flexibel und anpassbar sind. Austauschbare Möbelfronten, höhenverstellbare Toiletten und Waschbecken oder Armaturen, die die Dusche auf Knopfdruck in ein Dampfbad mit Massagefunktion verwandeln, sind Beispiele dafür.

Durch solche Lösungen wird das Bad aber nicht nur zur chicen und modernen Wellness-Oase. Vielmehr kann sich das Badezimmer flexibel an veränderte Lebensumstände und Bedürfnisse anpassen. Mit Blick auf das barrierefreie Wohnen ist das ein großer Schritt in die richtige Richtung.

  1. Smarte Lösungen

Der künftige Standard im Badezimmer nimmt Techniken ins Visier, die Umweltbewusstsein und Komfort miteinander verbinden. Ein Beispiel dafür ist eine Dusche, die sich per App steuern lässt und neben verschiedenen Duschfunktionen auch Licht- und Musikspiele bereithält.

Andere Systeme ermöglichen, die Frisur dank Spiegelkamera von allen Seiten zu betrachten, während des Zähneputzens E-Mails zu lesen oder sich das Körpergewicht samt Fett- und Wasseranteil ansagen zu lassen.

Ergänzt wird das Ganze durch smarte Lösungen, die zum Beispiel einen tropfenden Wasserhahn erkennen oder die Energie herunterregeln, wenn sie nicht gebraucht wird.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

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Ferya Gülcan, Künstlername "Feryal" Kunstmalerin und Fotografin, Norbert Sachmann, Galerist, Christian Gülcan (RZA) Kunstmaler und Inhaber diverser Kunstportale schreiben hier Wissenswertes zur internationalen Kunst, Galerien, Maltechniken und Kunstgeschichte.

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