5 mögliche Bodenbeläge für den Flur

5 mögliche Bodenbeläge für den Flur

Gerade im Eingangsbereich muss der Bodenbelag einiges aushalten. Deshalb sollte der Belag im Flur strapazierfähig, pflegeleicht und gut zu reinigen sein. Doch gleichzeitig sollte er auch einladend aussehen und für eine wohnliche Note sorgen. Welches Material in Frage kommt, hängt vom Einrichtungsstil, dem persönlichen Geschmack und dem Budget ab.

5 mögliche Bodenbeläge für den Flur

Bei älteren Immobilien kann außerdem eine Rolle spielen, was schon verlegt ist und eventuell wieder aufgearbeitet werden kann. Und nicht zuletzt sollte auch die Nutzung in die Entscheidung einfließen. Eine Familie mit Kindern und Hund zum Beispiel wird an einem hellen Teppichboden im Korridor nicht lange Freude haben.

Doch welche Möglichkeiten gibt es? Wir stellen fünf mögliche Bodenbeläge für den Flur vor!:

  1. Fliesen

Vielen ist sehr wichtig, dass der Boden im Flur unempfindlich ist und sich gut sauber halten lässt. Fliesen sind dann eine bewährte Lösung.

Ratsam ist, Fliesen zu wählen, die den einen oder anderen Fleck verzeihen. Bodenfliesen, die dezent in sich gemustert sind, schaffen eine lebendige Optik und kaschieren gleichzeitig Staub und Schmutz. Eine Imprägnierung macht den Bodenbelag noch pflegeleichter.

Um die klassische Optik mit Standard-Fliesen zu vermeiden, sind Fliesen in ungewöhnlichen Formen eine schöne Alternative. Kleine, rechteckige Fliesen, die wie Stabparkett verlegt sind, sechseckige Fliesen oder Mini-Quadrate, die auf einer Spitze stehen, sorgen für einen originellen Look.

Bunt gemusterte Fliesen wiederum erinnern an einen fröhlichen Teppich und bringen Wohnlichkeit in den Flur.

Interessant können außerdem großformatige Fliesen sein. Werden sie nicht nur im Flur, sondern fortlaufend auch in der Küche oder im Wohnzimmer verlegt, entsteht eine optische Einheit. Gleichzeitig ist der Eingangsbereich gekonnt mit dem Wohnbereich verbunden.

2. Naturstein

Natursteinplatten punkten mit ihrer Robustheit. Je nach Material kann der Bodenbelag einen urigen Charme haben oder sehr elegant wirken. Marmor oder Granit zum Beispiel sorgen für eine luxuriöse und edle Optik, während ein Boden aus Kalkstein rustikaler und zugleich moderner aussieht.

Wer den natürlichen Look betonen möchte, kann sich für Natursteinplatten in unterschiedlichen Größen und mit unregelmäßigen Bruchkanten entscheiden. Vor dem Verlegen solcher Platten sollten sie aber zunächst trocken ausgelegt werden. Auf diese Weise lässt sich ausprobieren, wie die Platten am besten zusammenpassen, ohne dass Lücken dazwischen entstehen.

Und es müssen gar nicht immer fliesenähnliche Natursteinplatten sein. Ziegelsteine zum Beispiel ergeben ebenfalls einen tollen Bodenbelag, der einem Neubau die kühle Note nehmen und den Charme eines Altbaus prima abrunden kann.

Ob und wie ein Naturschein versiegelt werden muss, um ihn vor Feuchtigkeit und Flecken zu schützen, hängt vom Material ab. Gleiches gilt für die Pflege. Ratsam ist, sich dazu vom Fachmann beraten zu lassen.

  1. Holz

Die Farbe und die typische Maserung von Holz verleihen eine wohnliche, gemütliche und warme Note. Außerdem passt ein Holzboden zu jedem Wohnstil. In einem rustikalen Bauernhaus macht er eine genauso gute Figur wie in einem modernen Neubau. Ein weiterer Pluspunkt von einem Bodenbelag aus Holz ist, dass er mehrfach aufgearbeitet werden kann, wenn die Zeit ihre Spuren hinterlassen hat.

Vor allem in alten Häusern finden sich unter Teppich- oder PVC-Boden oft Dielen oder Parkett. Und es lohnt sich, so einen Boden zu erhalten. Wird er abgeschliffen, restauriert und frisch versiegelt, ist er einem Boden aus neuem Material optisch um Längen überlegen.

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Wichtig bei einem Holzboden im Flur ist aber immer eine gute Oberflächenbehandlung. Je besser das Holz versiegelt ist, desto strapazierfähiger ist der Belag und desto länger bleibt er schön.

Wird der Holzboden neu verlegt, kann eine Überlegung wert sein, die Dielen oder Paneele nicht längs oder quer, sondern diagonal anzuordnen. Dadurch wirkt der Flur optisch breiter und es entsteht noch einmal eine ganze neue Optik.

  1. Fugenloser Boden

Gieß- und Spachtelböden kommen ursprünglich aus dem Industriebereich. Doch seit einiger Zeit werden sie auch in Wohnräumen immer beliebter. Denn die fugenlose Fläche wirkt großzügig und ist sehr pflegeleicht.

Für den Flur kann die Wahl zum Beispiel auf einen gegossenen und anschließend gewachsten Betonboden oder einen Kalk-Estrich fallen. Ein Steinteppich oder Gussasphalt sind weitere Möglichkeiten.

Preislich liegt ein fugenloser Boden ungefähr im gleichen Bereich wie ein Boden aus Natursteinplatten oder Holz. Die Materialkosten sind bei einem Gieß- oder Spachtelboden zwar meist geringer. Allerdings sind die Arbeitskosten höher, denn der Boden wird in mehreren Schritten fertig gestellt.

Ab etwa 50 Euro pro Quadratmeter sollten deshalb eingeplant werden. Fliesen und Vinyl hingegen kosten ungefähr die Hälfte. Wobei natürlich bei allen Materialien die Grenzen nach oben offen sind.

  1. Vinyl und Teppich

Ein Vinylboden besteht aus einer PVC-Schicht, einer Dekorschicht und einer transparenten Schutzschicht. Durch diesen Aufbau fühlt sich der Bodenbelag angenehm warm und weich an. Gleichzeitig mindert er Trittgeräusche, was vor allem in einer Mietwohnung ein großer Pluspunkt sein kann.

Ein weiterer Vorteil von einem modernen Vinylboden ist, dass er sehr einfach verlegt werden kann. Selbst ein weniger erfahrener Heimwerker sollte keine Probleme bekommen. Eine große Auswahl an verschiedensten Dekoren sorgt dafür, dass jeder ein Design nach seinem Geschmack finden kann.

Ein moderner Vinylboden ist sehr strapazierfähig und gleichzeitig äußerst pflegeleicht. Außerdem sind die Paneele nur wenige Millimeter dick. Unschöne Stolperkanten an den Übergängen zu anderen Räumen entstehen deshalb nicht. Auch die Türblätter müssen nur selten gekürzt oder nach oben versetzt werden.

Ein anderes spannendes Material ist Bolon. Hierbei handelt es sich um einen neuartigen Vinylboden. Der Belag ist gewebt wie ein Teppich und erinnert deshalb optisch auch an Teppichboden, hat aber die vorteilhaften Eigenschaften von einem klassischen Vinylboden.

Bolon ist in vielen verschiedenen Farben und mit unterschiedlichen Mustern erhältlich.

Eine schnelle und einfache Lösung für den Flur kann ein Läufer sein. Er kann einem kalten Fliesenboden die notwendige Wärme verleihen. Außerdem lässt sich mit einem bunten Läufer ein Boden abdecken, der optisch nicht gefällt, aber etwa in einer Mietwohnung nicht verändert werden kann.

Eine rutschfeste Unterlage sorgt dafür, dass der Läufer in seiner Position bleibt. Und ein Teppich aus einem Material wie Sisal oder Hanf ist so strapazierfähig, dass er auch für den Flur gut geeignet ist.

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Ferya Gülcan, Künstlername "Feryal" Kunstmalerin und Fotografin, Norbert Sachmann, Galerist, Christian Gülcan (RZA) Kunstmaler und Inhaber diverser Kunstportale schreiben hier Wissenswertes zur internationalen Kunst, Galerien, Maltechniken und Kunstgeschichte.

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