Anleitung für ein Acrylbild aus Quadraten

Anleitung für ein Acrylbild aus Quadraten

Viele würden sehr gerne malen, trauen es sich aber nicht so richtig zu. Anfängern fällt es zudem oft schwer, einen Einstieg zu finden, wenn ihnen eine große, weiße, leere Leinwand gegenübersteht. Die folgende Anleitung stellt deshalb ein Bild vor, mit dem sich solche Hürden problemlos überwinden lassen.

Statt direkt auf der großen Leinwand zu malen, werden nämlich zuerst kleinere Papiere gestaltet. Zusammen mit dem Hintergrund entsteht so ein Gesamtbild, das sich zu einer harmonischen Komposition zusammenfügt. Und so mancher Hobby-Künstler wird über das Ergebnis überrascht sein. Da schlichte Quadrate das Grundelement des Bildes sind, sind auch keine großartigen Mal- und Zeichenkenntnisse notwendig.

 

Hier also die Anleitung für ein Acrylbild aus Quadraten:

 

Die Materialien für ein Acrylbild aus Quadraten

  • Leinwand oder Malkarton im Wunschformat, beispielsweise 50 x 50 cm
  • Papier in festerer Qualität
  • Acrylfarben in den gewünschten Farbtönen
  • Pinsel in zwei, drei verschiedenen Breiten
  • verschiedene Malwerkzeuge wie beispielsweise Schwämmchen, Luftpolsterfolie, Zahnbürste, Stofffetzen oder Obstnetze
  • Behälter mit Wasser
  • Bastelleim
  • kleine Flasche mit Spitze
  • Bleistift, Lineal und Schere

 

Die Anleitung für ein Acrylbild aus Quadraten

Das Acrylbild entsteht in mehreren Schritten und setzt sich aus verschiedenen Einzelteilen zusammen. So werden zunächst kleine Quadrate gestaltet. Anschließend wird der Hintergrund des Bildes angelegt. Die kleinen Quadrate werden dann auf dem Hintergrund angeordnet und zum Schluss weitere Details hinzugefügt.

Da das Malen aber ein kreativer Prozess ist, verstehen sich die Beschreibungen der Arbeitsschritte natürlich nur als Anregung. Letztlich kann und sollte jeder Hobby-Künstler für sich selbst entscheiden, wie er vorgehen möchte. Und um die Phantasie nicht einzuschränken, verzichten wir in der Anleitung auch ganz bewusst auf Bilder. So haben die eigenen Ideen nämlich freie Bahn!

 

  1. Schritt: kleine Quadrate gestalten

Im ersten Schritt werden mehrere Bögen Papier bemalt. Aus diesen Papieren werden später kleine Quadrate zurechtgeschnitten und als Bildelemente auf den Malgrund aufgebracht. Prinzipiell wäre es natürlich möglich, das Papier schon jetzt quadratisch zuzuschneiden. Der Nachteil dabei ist aber, dass der Hobby-Künstler dadurch an die Form gebunden ist. Bemalt er hingegen eine größere Fläche, kann er später den Ausschnitt auswählen, der ihm am besten gefällt.

Los geht’s nun also mit dem ersten Papierbogen, der mit Acrylfarben bemalt wird. Dafür werden mit dem Pinsel eine oder mehrere Farben aufgenommen und in beliebiger Pinselführung auf dem Papier verteilt. Dabei kann der Pinsel mal schneller und mal langsamer, mal in einem flacheren und mal in einem steileren Winkel über das Papier gezogen werden. Dadurch entstehen ganz automatisch immer wieder neue Farbverläufe.

Sollte die Farbe zwischendurch antrocknen, kann das Papier mit etwas Wasser befeuchtet werden. Tolle Effekte entstehen, wenn die Farben nicht auf der Palette, sondern direkt auf dem Papier gemischt werden. Wird der Pinsel nicht ausgewaschen, solange an einem Papier gearbeitet wird, entstehen weitere Farbmischungen.

Gleiches gilt, wenn eine neue Farbe aufgenommen und in die noch feuchten Farbflächen hineingemalt wird. Um die einzelnen Farbflächen miteinander zu verbinden, kann mit einem sauberen, trockenen Pinsel über die gesamte Fläche gestrichen werden. Beim Bemalen des Papiers geht es nicht darum, besondere Kunstwerke entstehen zu lassen.

Entscheidend ist vielmehr, dass die Papiere eine lebendige Note erhalten. Deshalb macht es überhaupt nichts, wenn stellenweise Flecken entstehen oder Streifen sichtbar werden. Gerade solche Unregelmäßigkeiten machen das Gesamtbild später aus. Anfänger neigen dazu, möglichst präzise und perfekt malen zu wollen. Absolut gleichmäßige Flächen können aber mitunter sehr langweilig wirken!

Ist das erste Papier bemalt, werden ein paar weitere Papierbögen gestaltet. Zwischenzeitlich können die Arbeiten so trocknen. Sind die ersten Papiere trocken, werden sie weiter ausgearbeitet. Dieses Mal kommen Werkzeuge wie Stempel, Stofffetzen, zusammengeknülltes Papier, Luftpolsterfolie, Schwämme, Stempel und was sich sonst noch so im Haushalt findet, zum Einsatz.

Die Werkzeuge werden jeweils mit Acrylfarbe benetzt und anschließend auf das Papier gedrückt, getupft, gewischt, gezogen oder gerollt. Mit einer Zahnbürste oder einem Kamm wiederum lassen sich tolle Farbsprengel auf das Papier bringen. Stark verdünnte Acrylfarbe hingegen kann wie dicke Regentropfen auf das Papier klecksen. Der Hobby-Künstler darf sich hier also richtig austoben und wild herumexperimentieren.

Sind die Papiere fertig und trocken, werden die schönsten Ausschnitte ausgewählt und quadratisch zugeschnitten. Dabei können die Quadrate ruhig unterschiedlich groß sein. So wirkt das Bild später noch lebendiger und abwechslungsreicher.

 

  1. Schritt: den Hintergrund anlegen

Als nächstes ist die Leinwand an der Reihe. Der Hintergrund sollte insgesamt eher zurückhaltend gestaltet werden, damit die bunten Papierquadrate gut zur Geltung kommen und das Bild nicht zu überladen wirkt.

Der Hintergrund wird zunächst in einem Farbton grundiert. Dieser kann aus der gleichen Farbfamilie stammen, die auch für die Quadrate verwendet wurde, oder einen deutlichen Kontrast dazu bilden. Zudem kann der Farbton sehr hell oder aber sehr dunkel sein.

Ist die Grundierung trocken, wird ein großes Quadrat auf dem Malgrund skizziert. Dieses Quadrat kann mittig oder zu einem Rand hin verschoben positioniert werden. Außerdem bleibt es der Entscheidung des Hobby-Künstlers überlassen, ob er das Quadrat frei Hand oder akkurat mittels Lineal aufzeichnet. Das Quadrat wird nun ebenfalls ausgemalt.

Am besten arbeitet sich der Hobby-Künstler dabei von außen nach innen vor. Als Farbton bietet sich eine Abstufung des Farbtons an, der für den Hintergrund verwendet wurde. Dabei kann das Quadrat gleichmäßig ausgemalt oder nach innen hin immer heller oder immer dunkler werden. Natürlich kann der Hobby-Künstler statt nur eines Quadrats auch zwei oder drei große Quadrate malen, die sich an bestimmten Stellen überlappen.

Ist das Quadrat ausgemalt, bekommt es einen Rahmen. Dafür wird eine Acrylfarbe stark verdünnt. Mit dieser Farbe wird dann ein lockerer und schwungvoller Rahmen gezeichnet. Der Rahmen sollte aber nicht exakt sein. Schöner sieht es nämlich aus, wenn die Linien spontan wirken und gelegentlich unterbrochen sind. Wer möchte, kann den Rahmen dann mit einer zweiten Farbe noch weiter ausarbeiten.

 

  1. Schritt: die Quadrate auf dem Hintergrund anordnen

Nun werden die kleinen, bunten Papierquadrate mit dem Malgrund zusammengebracht. Dafür werden die Papierquadrate auf die Leinwand gelegt und solange hin- und hergeschoben, bis die Anordnung gefällt. Anschließend werden die Papiere nacheinander festgeklebt. Wichtig hierbei ist, darauf zu achten, dass das Bild nicht zu überladen wirkt. Im Zweifel ist es besser, das eine oder andere Quadrat wegzulassen. Dadurch haben die anderen Bildelemente mehr Raum und können besser zur Geltung kommen.

 

  1. Schritt: weitere Details hinzufügen

Jetzt fehlt nur noch der Feinschliff. Dafür können wieder verschiedene Malwerkzeuge zum Einsatz kommen, um Muster zu gestalten, die sich über die bunten Quadrate legen und so eine Verbindung zwischen den Papieren und dem Malgrund schaffen. Auch Linien, Kringel oder ganz schlichte Quadrate können die Gesamtkomposition abrunden.

Tolle Effekte entstehen zudem, wenn etwas Acrylfarbe mit Leim vermischt und in eine Flasche mit Dosierspitze abgefüllt wird. Damit lassen sich Linien ziehen oder auch Schriftzüge gestalten, die durch den Leim leicht erhaben sind. Auch hier gilt aber wieder, dass weniger oft mehr ist. Mit dem letzten Detail ist das kleine Kunstwerk fertig!

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