Anleitung für kleine, moderne Skulpturen

Anleitung für kleine, moderne Skulpturen

Mit Acrylfarben lassen sich nicht nur Bilder und Gemälde malen. Auch kleinen, modernen Skulpturen können Acrylfarben die perfekte Optik verleihen. Dabei lassen sich die Skulpturen im Handumdrehen und aus einfachsten Materialien formen. Statt anspruchsvolle Werkstoffe wie Stein, Metall oder Ton zu verarbeiten, bilden nämlich simple Pappkerne von Toilettenpapier die Basis.

Ausgearbeitet mit Stoffresten und bemalt mit Acrylfarben entstehen beeindruckende Skulpturen, die ihren großen Vorbildern in nichts nachstehen. Somit sind die selbstgemachten Skulpturen nicht nur kleine Kunstwerke, sondern beinhalten auch die Kunst, aus einfachsten Dingen etwas Schönes zu schaffen. Einzeln oder als Gruppe arrangiert, werden die selbstgemachten Skulpturen dann zum echten Highlight im Regal.

 

Und wie die Skulpturen gemacht werden, erklärt die folgende Anleitung!

 

Die Materialien für die Skulpturen

  • Papprollen von Toilettenpapier
  • Acrylfarben
  • Pinsel
  • Gefäß mit Wasser
  • Stoffreste, z.B. von Leinwandstoff, und Textilverstärker nach Wunsch
  • Einweghandschuhe
  • Holzklotz und dünner Holz- oder Metallstab für den Sockel
  • Bohrmaschine und Holzleim oder Heißkleber
  • Klarlack

 

Die Anleitung für kleine, moderne Skulpturen

  1. Schritt: die Skulptur formen

Die Basis für die Skulptur bildet eine leere Papprolle von Toilettenpapier oder Küchentüchern. Damit die Pappe formbar wird, muss sie zunächst aufgeweicht werden. Dazu wird ein Gefäß mit Wasser befüllt. Dabei muss das Gefäß so groß sein, dass die Papprolle komplett hineinpasst. Dann wird die Papprolle etwa eine halbe Minute lang in das Wasser eingetaucht.

Wenn die Pappe nun aus dem Wasser genommen wird, ist die Pappe so weich, dass sie problemlos mit den Fingern verformt werden kann. Je nachdem, welche Form die Skulptur bekommen soll, wird die Pappe nun also zusammengedrückt, umgeklappt oder mit dem Daumen eingedrückt. Durch das Eindrücken mit dem Daumen lassen sich verschiedene Knicke und Falten ausarbeiten. Wichtig beim Formen der Pappe ist nur, nicht allzu rabiat vorzugehen, denn sonst könnte die Pappe einreißen. Sollte die Pappe zwischendurch zu trocken werden, um sie weiter auszuformen, kann sie an den jeweiligen Stellen einfach wieder etwas befeuchtet werden.

Hat die Pappe die gewünschte Form bekommen, muss sie trocknen. Nach dem Trocknen ist die Pappe wieder fest und die ausgestaltete Form sicher fixiert. Der Korpus der Skulptur ist damit fertig.

 

  1. Schritt: die Skulptur gestalten

Um der Skulptur eine noch interessantere Optik zu verleihen, kann zusätzlich mit Stoffresten gearbeitet werden. Dafür bieten sich vor allem Stoffe mit einer deutlich strukturierten Oberfläche an, beispielsweise Reste von einer Leinwand.

Die Stoffreste werden in Streifen gerissen und in ein Schälchen mit Textilverstärker gelegt. Textilverstärker ist im Bastel- und Künstlerbedarf erhältlich und sorgt dafür, dass der Stoff nach dem Trocknen hart und steif ist. Die getränkten Stoffstreifen werden auf dem Korpus drapiert und beliebig ausgeformt. Dadurch werden die Falten und Vertiefungen der Skulptur betont. Gleichzeitig erhält die Skulptur eine strukturierte Oberfläche. Wurden Stoffstreifen aufgebracht, muss der Korpus erneut trocknen.

Nach dem Trocknen wird der Korpus der Skulptur mit Farbe ausgestaltet. Dazu wird der Korpus zunächst mit Acrylfarbe in einem Farbton grundiert. Dabei sollte mit dem Pinsel auch in die Papprolle gefahren werden, um so die sichtbaren Stellen der Innenseite ebenfalls einzufärben. Ist die Grundierung trocken, kann der Korpus wie gewünscht ausgestaltet werden.

So ist es beispielsweise möglich, mehrere Farbschichten neben- und übereinander aufzutragen, ein grafisches Muster zu gestalten oder ein bildliches Motiv aufzubringen. Sehr schöne Effekte entstehen aber auch dann, wenn die Skulptur einfarbig belassen und nur die Knickkanten mit einem abgestuften Farbton oder einer Metallicfarbe betont werden. Die Ausgestaltung wiederum muss nicht unbedingt mit dem Pinsel erfolgen. Die Finger, ein Schwämmchen und ähnliche Hilfsmittel eignen sich nämlich auch hervorragend als Malwerkzeuge.

 

  1. Schritt: die Skulptur auf dem Sockel befestigen

Nun braucht die Skulptur nur noch einen Sockel. Dafür wird mittig in den Holzklotz ein Loch im Durchmesser des Holz- oder Metallstabs gebohrt. Ein Ende des Stabs wird anschließend vorsichtig von unten in die Skulptur geschoben und festgeklebt. Das andere Ende des Stabs wird in das Loch im Holzklotz gesteckt und bei Bedarf ebenfalls mit etwas Klebstoff befestigt. Zum Schluss wird die ganze Skulptur mit Klarlack versiegelt. Der Klarlack dient zum einen als Schutzschicht und verleiht dem kleinen Kunstwerk gleichzeitig eine seidig glänzende Oberfläche.

 

Tipp:

Wer möchte, kann auch Wandbilder gestalten. Dafür werden die ausgeformten und bemalten Korpusse einzeln, nebeneinander oder übereinander auf ein Holzbrett, eine Metalltafel oder einen anderen Träger geklebt. Dadurch entsteht ein dekoratives Wandobjekt in 3-D-Optik, das für sich oder als Ergänzung zu den stehenden Skulpturen präsentiert werden kann.

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