Kunst mal anders: Anleitung für einen Tannenbaum aus altem Buch

Kunst mal anders: Anleitung für einen Tannenbaum aus altem Buch

Bilder, Skulpturen, Schalen, Vasen und ähnliche Dinge: Solche Gegenstände bringen die meisten mit Kunst in Verbindung. Dabei lassen sich auch aus ganz simplen Materialien und mit einfachen Techniken originelle Kunstobjekte anfertigen.

Kunst mal anders Anleitung für einen Tannenbaum aus altem Buch

Im Sinne von Kunst mal anders stellen wir in diesem Beitrag eine Idee dafür vor. Wir basteln nämlich einen Tannenbaum aus einem alten Buch!:

Die Materialien für den Tannenbaum

  • ausgedientes Buch
  • Zickzack-Schere
  • Teppichmesser und normale Schere
  • Schaschlikspieß aus Holz
  • Pappkarton
  • Klebstoff
  • Nagel zum Vorstechen der Löcher
  • Lineal und Bleistift
  • Acryl- oder Wasserfarbe und Pinsel nach Wunsch

Die Anleitung für einen Tannenbaum aus einem alten Buch

Zugegeben, das Anfertigen des Tannenbaums ist eine kleine Fleißarbeit. Aber die Mühe lohnt sich! Denn das Bäumchen ist ein echtes Kunstwerk und eine originelle Deko für die kalte Jahreszeit. Und auch wenn die Vorarbeiten vielleicht etwas dauern, ist das Basteln als solches kinderleicht.

Aber genug der Vorrede – fangen wir an!

  1. Schritt: die Stütze anfertigen

Zuerst wird die Stütze für den Tannenbaum angefertigt. Sie besteht aus einem Kartonstück und dem Schaschlikspieß. Der Karton dient als Fuß, auf den Schaschlikspieß werden später die einzelnen Blätter aufgefädelt.

Für die Stütze wird aus dem Karton ein Quadrat mit 6 bis 7 cm langen Kanten ausgeschnitten. Anschließend wird der Mittelpunkt ausgemessen.

Mit dem kleinen Nagel wird dann ein Loch durch die Mitte gestochen. In dieses Loch kann nun der Schaschlikspieß gesteckt und mit etwas Klebstoff fixiert werden.

  1. Schritt: die Buchseiten zuschneiden

Als nächstes geht es mit den Buchseiten weiter. Dabei werden zunächst einige Seiten aus dem Buch herausgetrennt. Das geht am einfachsten, indem das Lineal an die Innenkante angelegt und mit einem Teppichmesser oder Skalpell am Lineal entlang gefahren wird.

Anschließend müssen die Buchseiten in Quadrate geschnitten werden. Dabei werden für jede Lage neun gleichgroße Quadrate benötigt.

Sind die Seiten nicht allzu dick und macht es die Zickzack-Schere mit, geht es natürlich schneller, wenn gleich neun Buchseiten übereinandergelegt und auf einmal zugeschnitten werden können.

Für die unterste Lage vom Tannenbaum werden die Quadrate mit 9 cm langen Kanten gearbeitet. In jeder weiteren Lage werden die Quadrate dann immer um 0,5 cm kleiner. In den folgenden Lagen sind die Quadrate somit 8,5 cm, 8 cm, 7,5 cm usw. groß.

Auf diese Weise wird fleißig geschnitten, bis die Quadrate nur noch 1,5 cm lange Kanten haben. Insgesamt werden also je neun Quadrate in 16 Größen vorbereitet.

Damit die Papierquadrate später auf die Stütze aufgefädelt werden können, brauchen sie ein Loch. Dazu werden jeweils die neun Quadrate einer Größe übereinander hingelegt. Nachdem der Mittelpunkt ausgemessen ist, werden die Papiere mit dem Nagel durchgestochen.

Übrigens:

Natürlich kann der Tannenbaum auch größer oder kleiner werden. Genauso ist möglich, mehrere Bäumchen in verschiedenen Größen anzufertigen und als Ensemble zusammenzustellen. Dafür einfach das Format der untersten Lage anders wählen.

  1. Schritt: kleine Papp-Rechtecke vorbereiten

Würden nur die Papierquadrate aufeinandergestapelt, hätte der Tannenbaum ein bisschen zu wenig Volumen. Als eine Art Füllmaterial werden deshalb aus Pappe kleine Vierecke ausgeschnitten. Dabei werden pro Quadratgröße zwei Pappvierecke benötigt, insgesamt also 32 Stück.

Die Vierecke sollten recht klein ausfallen. Viel länger als 1,5 cm sollten ihre Kanten nicht sein. Denn die kleinen Pappstücke sollen später unsichtbar im Tannenbaum verschwinden. Auch die Vierecke werden dann noch in der Mitte gelocht.

Tipp:

Wer Moosgummi hat, kann das Füllmaterial daraus ebenfalls zuschneiden. Genauso eignen sich die kleinen Klebepads aus Schaumstoff, die zum Beispiel beim Basteln von Karten in 3 D-Optik verwendet werden.

  1. Schritt: den Tannenbaum zusammensetzen

Sind die Buchseiten und die Pappe zugeschnitten, ist der aufwändigste Teil geschafft. Jetzt kann aus den vielen Einzelteilen endlich ein Tannenbaum werden.

Begonnen wird dabei mit den größten Papierquadraten. Davon werden drei Stück auf den Schaschlikspieß gesteckt und ganz nach unten geschoben. Anschließend werden das mittlere Quadrat um 45 Grad und das obere Quadrat um 90 Grad weitergedreht, so dass die Spitzen versetzt nach außen zeigen.

Nun wird ein Pappviereck aufgefädelt. Danach folgen die nächsten drei Papierquadrate, dann wieder ein Pappviereck und anschließend die drei letzten Papierquadrate dieser Größe.

Nach diesem Schema werden nach und nach alle Pappvierecke und Papierquadrate verarbeitet. Als nächstes werden also die 8,5 cm großen Quadrate aufgefädelt, jeweils mit versetzten Ecken und zwei Pappstückchen dazwischen.

Danach kommen die 8 cm großen Quadrate, dann die 7,5 cm großen Quadrate und immer so weiter.

  1. Schritt: den Tannenbaum einfärben

Nachdem alle Papiere aufgefädelt sind, ist der Tannenbaum eigentlich schon fertig. Sollte der Schaschlikspieß oben herausschauen, kann das überstehende Stück abgeschnitten werden. Wer möchte, kann hier aber auch eine kleine Kugel oder einen Stern anbringen.

Noch mehr zum Tannenbaum wird das kleine Kunstwerk mit grüner Farbe. Das kann entweder mit Wasser verdünnte Acrylfarbe oder Wasserfarbe sein. Die Farbe wird mit dem Pinsel aufgenommen und auf die Ränder der Papierquadrate aufgetragen.

Dabei ist es aber nicht notwendig, exakt zu arbeiten. Und es müssen auch nicht alle Kanten Farbe abbekommen. Ein unregelmäßiger Farbauftrag lässt den Tannenbaum viel lebendiger wirken.

Sobald die Farbe trocken ist, ist der kunstvolle Tannenbaum fertig!

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Thema: Kunst mal anders: Anleitung für einen Tannenbaum aus altem Buch

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Ferya Gülcan, Künstlername "Feryal" Kunstmalerin und Fotografin, Norbert Sachmann, Galerist, Christian Gülcan (RZA) Kunstmaler und Inhaber diverser Kunstportale schreiben hier Wissenswertes zur internationalen Kunst, Galerien, Maltechniken und Kunstgeschichte.
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Ferya Gülcan, Künstlername "Feryal" Kunstmalerin und Fotografin, Norbert Sachmann, Galerist, Christian Gülcan (RZA) Kunstmaler und Inhaber diverser Kunstportale schreiben hier Wissenswertes zur internationalen Kunst, Galerien, Maltechniken und Kunstgeschichte.

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