Abstrakte Kunst

Abstrakte Kunst

Die Abstrakte Kunst ist eine Kunstrichtung des 20. Jahrhunderts. Sie kennzeichnet sich dadurch, dass sie die Verwendung von bildnerischen Gestaltungsmitteln von der Wiedergabe der Natur und realen Gegenständen trennt. Dabei kann die Abstrakte Kunst das Bildmotiv abstrahieren, es also wirklichkeitsfern darstellen.

Sie kann die künstlerischen Mittel aber auch völlig unabhängig und ohne jeden Gegenstandbezug einsetzen. Aus diesem Grund wird die Abstrakte Kunst auch gegenstandlose Kunst genannt.

Abstrakte Kunst

Moderne abstrakte Acrylbilder

Abstrakte Gemälde

Abstrakte Bilder und Design

Die Pioniere der Abstrakten Kunst

Neben dem Anspruch des künstlerischen Schaffens wird die Verbreitung der Fotografie als eine Ursache für die Entwicklung der Abstrakten Kunst gesehen. Die Fotografie war in der Lage, die Natur in einer völlig neuen Qualität festzuhalten und wiederzugeben. Im Gegenzug begannen Maler und Bilderhauer nach 1900 damit, sich in ihren Werken immer weiter von einer wirklichkeitsnahen, naturgetreuen Darstellung zu entfernen.

Ein prominentes Beispiel für diese Entwicklung ist Wassily Kandinskys Kunstschaffen. Während seine Werke zunächst eine stilisierte Malerei im Stil des Münchener Jugendstils zeigten, führte ihn sein Weg über verschiedene Entwicklungsstadien schließlich zu abstrakten Kompositionen, die sich auf die reine Gegenstandlosigkeit von geometrischen Figuren konzentrieren.

Mit seiner Schrift “Über das Geistige in der Kunst” aus dem Jahre 1910 legte er den theoretischen Grundstein für die neue Ausrichtung der Malerei. Ob ihm aber tatsächlich die Rolle des Vorreiters in der Entstehung der abstrakten Malerei zukommt, ist umstritten. Kandinsky selbst gab an, dass er sein erstes gegenstandloses Bild im Jahre 1910 gemalt habe. Es wird jedoch vermutet, dass er dieses Werk um drei Jahre vordatiert hat. Indessen hatte sich der tschechische Künstler Kupka bereits 1911 der abstrakten Malerei gewidmet.

Noch früher hatte die Künstlerin Hilma af Klint damit begonnen, abstrakte Bilder zu malen. Nachdem sie zunächst eine Serie kleinformatiger Bilder geschaffen hatte, entstand ihr erstes großformatiges abstraktes Gemälde im Jahre 1907. Als weitere Wegbereiter der Abstrakten Kunst gelten Robert Delaunay, Sonia Delaunay-Terk, Piet Mondrian, Franscis Picabia und Sophie Taeuber-Arp.

In die Bildhauerei hielt die Abstrakte Kunst erst um 1920 Einzug. Die ersten gegenstandlosen Kunstwerke stammen von Alexander Archipenko, El Lissitzky und Henry Moore. Die Tendenz zur Abstraktion zeigte sich seinerzeit jedoch nicht nur in der Bildenden Kunst, sondern auch in der Musik. So versuchten Komponisten und Musiker den Farbton vom Gegenstand zu lösen, indem sie die Klangwerte der einzelnen Töne freisetzten und sich von einer Melodie im klassischen Sinne entfernten.

Hier mal ein Video von uns:

Die wichtigsten Stilrichtungen in der Abstrakten Kunst

Die Abstrakte Kunst hat sich kontinuierlich weiterentwickelt, stetig gewandelt und in verschiedenen Varianten ihren festen Platz in der Kunstwelt gefunden.

Die wichtigsten Stilrichtungen in der Abstrakten Kunst sind dabei folgende:

Der Konstruktivismus und der Suprematismus.

Beide Stilrichtungen sind eng miteinander verbunden. Der Konstruktivismus gilt als die erste Kunstrichtung, die konsequent gegenstandlos ist. Sein wesentliches Merkmal ist das Vokabular aus einfachen geometrischen Grundformen. Im Vordergrund steht ein geometrisch-technisches Gestaltungsprinzip, die Werke zeigen meist große Farbflächen in schlichten Formen.

Die Idee dahinter ist, die Kunst von Gegenstandbezügen zu befreien und auf einfachste Grundformen zu reduzieren, um auf diese Weise menschliche Erkenntnisprinzipien zu veranschaulichen. Der Suprematismus baut auf dem Konstruktivismus auf und verfolgt die gleichen Ansätze. Prominentes Beispiel für ein Werk in dieser Stilrichtung ist Malewitschs „Schwarzes Quadrat auf weißem Grund“.

 

Die geometrische Abstraktion.

Diese Stilrichtung der Abstrakten Kunst arbeitet mit geometrischen Formen wie Kreisen, Dreiecken, Quadraten, Rechtecken und Ellipsen. Charakteristisch für die geometrische Abstraktion ist, dass der Bildinhalt in einzelne Flächen aufgeteilt wird und die Linien klar erkennbar sind. Um die Flächen einzufärben, werden die Primärfarben sowie Schwarz, Weiß und Grau in allen Farbabstufungen verwendet. Auf gegenständliche Inhalte wird komplett verzichtet. Stattdessen liegt der Fokus auf dem Zusammenspiel zwischen Formen und Farben.

 

Der abstrakte Expressionismus und die informelle Kunst.

Diesen Ausprägungen der Abstrakten Kunst ist gemeinsam, dass sie den Schwerpunkt auf das Gefühl und die Spontaneität legen. Klare Regeln und eine perfekte Ausführung rücken in den Hintergrund. Damit sind diese beiden Kunststile das Gegenstück zu den geometrischen, formenbezogenen Ausprägungen der Abstrakten Kunst. Abstrakte Expressionisten nutzen verschiedene Maltechniken und lassen sich von ihren Emotionen treiben.

Mal tragen sie die Farben mit Pinseln auf den Malgrund auf, mal tropfen oder spritzen sie die Farben auf, mal kippen sie Farbeimer aus und mal schleudern sie eingefärbte Gegenstände auf den Malgrund. Die Bildmotive können komplett abstrakt sein, aber auch figürliche Ansätze haben. Der abstrakte Expressionismus ist vor allem in den USA vertreten, eine Spielart davon ist auch das Action Painting. Die informelle Kunst ist das europäische Pendant dazu.

 

Die analytische Malerei.

Im Zusammenhang mit der analytischen Malerei wird auch von der geplanten oder der fundamentalen Malerei gesprochen. Sie basiert auf der Idee, die Grundlagen und Möglichkeiten der Malerei mit ihren eigenen Mitteln zu reflektieren. Die analytische Malerei möchte die Aufmerksamkeit auf die Malerei als solches lenken.

Sie will nicht die Malerei als Ausdrucksmittel nutzen, sondern durch die Art und Qualität des Farbauftrags und den Bildträger die eigentliche Malerei zeigen. Losgelöst von gegenständlichen Motiven oder einem anderen Bezug zur realen Welt außerhalb des Gemäldes, soll die Malerei rein für sich selbst wirken.

 

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