Abstrakte Bilder

Abstrakte Bilder

Der Begriff Abstrakte Kunst geht auf das lateinische Verb abstrahere für abziehen, trennen oder loslösen zurück und bezeichnet eine Kunstrichtung, die losgelöst von gegenständlichen und wirklichkeitsbezogenen Abbildungen darstellt. Aus diesem Grund wird die Abstrakte Kunst auch gegenstandlose oder gegenstandfreie Kunst genannt.

Abstrakte Bilder

Moderne abstrakte Gemälde in verschiedenen Formen

Die Intension abstrakter Bilder

Einige Künstler nutzen die Abstrakte Kunst, um die Innenwelt abzubilden und darauf aufmerksam zu machen, dass die Innenwelt weitaus vielfältiger ist als das äußerlich Sichtbare. Manchmal wird in abstrakten Bildern auch das wesentliche Erkennungsmerkmal eines Gegenstandes aufgegriffen und bewusst überspitzt dargestellt. Beim Großteil aller abstrakten Kunstwerke bringt der Betrachter das Bildmotiv aber nicht mit einem korrekten, real existierenden Gegenstand in Verbindung.

Ist es nicht möglich, einen objektiven Bezug zur Wirklichkeit herzustellen, kann das Kunstwerk nicht sachlich beschrieben, sondern letztlich nur interpretiert werden. Deshalb legen viele Künstler ihren abstrakten Bildern schriftliche Legenden bei, die darüber informieren, was der Künstler während des Entstehungsprozesses dachte oder fühlte oder was er mit dem jeweiligen Kunstwerk ausdrücken möchte.

Fehlt die schriftliche Legende, deuten selbst kompetente und erfahrene Kunstexperten ein abstraktes Werk oft völlig unterschiedlich. Künstler, die sich der Abstrakten Kunst verschrieben haben, sprechen im Zusammenhang mit ihren Bildern gerne von einer absoluten Kunst. Dieser Begriff entstand Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts und meint eine Bildgestaltung, die autonome Grundelemente verwendet und für ihre Wirkung nicht auf das Gegenständliche angewiesen ist.

Der Entstehungszeitpunkt der Abstrakten Kunst als eigenständige Kunstform wird auf das Jahr 1910 datiert. Praktisch von Anfang an vereinte die Abstrakte Kunst aber verschiedene Strömungen, Richtungen und Stile in sich. Diese wurden kontinuierlich weiterentwickelt und erweitert. Grundsätzlich lassen sich abstrakte Bilder jedoch in zwei große Gruppen einteilen, nämlich zum einen in expressionistische und zum anderen in konstruktiv-geometrische Werke.

Abstrakte Bilder im expressionistischen Stil

Der abstrakte Expressionismus basiert auf dem Prinzip des freien Malens. Es geht nicht um Vernunft, Perfektion oder feste Regeln. Stattdessen stehen die Spontaneität und das Gefühl im Vordergrund. Der Malgrund wird zur Aktionsfläche, auf der der Künstler seinem künstlerischen Handeln und Schaffen freien Lauf lässt.

Das Malen wird zu einem Erlebnisprozess mit spontanen Abläufen und Impulsen, die von den Farben ausgehen. Der Künstler hat zwar in aller Regel eine ungefähre Vorstellung davon, wie sein Bild später aussehen soll. Trotzdem folgt er seinen Gefühlen und lässt die Empfindungen, die auf ihn einströmen, in sein Handeln einfließen. Abstrakte Expressionisten verzichten dafür auf feste Konzepte.

So malen sie nicht nur mit dem Pinsel, sondern lassen die Farbe auf den Malgrund tropfen, spritzen oder fließen. Sie verwenden verschiedenste Hilfsmittel und oft ist beim Malen ihr ganzer Körper in Bewegung. Die expressionistische Abstraktion fand vor allem in den USA großen Zuspruch und viele Anhänger. In Europa verbreitete sie sich ebenfalls, wurde aber in die sogenannte Informelle Kunst adaptiert.

Abstrakte Bilder im konstruktiv-geometrischen Stil

Charakteristisch für diese Ausprägung der Abstrakten Kunst sind klare Linien und einfache, geometrische Grundformen. Losgelöst von gegenständlichen Bezügen und symbolischen Abbildungen, stehen die reinen Formen im Vordergrund.

Die Kunst soll für und durch sich selbst wirken. Dafür werden die Bildmotive auf einfache geometrische Grundformen reduziert und der Fokus auf das Zusammenspiel aus Farben und Formen gelegt. Im Zusammenhang mit dieser Stilrichtung der Abstrakten Kunst wird manchmal auch von der Konkreten Kunst gesprochen. Dies geht auf den Künstler Theo van Doesburg zurück.

Er wies 1924 den Begriff der Abstrakten Kunst zurück, denn seiner Meinung nach gäbe es nichts Realeres und Konkreteres als eine Linie, eine Fläche oder eine Farbe. Deshalb wäre eine Kunst, die sich vom Gegenständlichen löst und keinen Raum für assoziative Deutungsmöglichkeiten lässt, eine sehr klare und damit eben konkrete Kunst.

Abstrakte Bilder, die dem Prinzip von klaren Formen und Farben folgen, lassen sich in verschiedene Kunstrichtungen einordnen. Die bedeutendsten hiervon sind der Konstruktivismus, die Geometrische Abstraktion und die Analytische Malerei. Der Konstruktivismus und die Geometrische Abstraktion kennzeichnen sich durch ein einfaches, geometrisches Gestaltungsprinzip.

Grundformen wie Kreise, Dreiecke, Rechtecke oder Ellipsen werden angeordnet und in verschiedenen Farben eingefärbt. Die Idee dahinter ist, die Kunst auf einfache, klare Formen zu reduzieren, um so die Formen im Zusammenspiel mit den Farben wirken zu lassen. Die Analytische Malerei, die auch geplante oder fundamentale Malerei genannt wird, geht noch einen Schritt weiter.

Ihr Ziel ist es, die Malerei selbst zum Objekt des Gemäldes werden zu lassen. Die Malerei soll also nicht das Ausdrucksmittel sein, das ein Motiv darstellt. Stattdessen sollen der Farbauftrag und der Bildträger die Mittel sein, die die Malerei darstellen.

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