Abstrakte Acrylmalerei

Abstrakte Acrylmalerei

Unter dem Begriff Abstrakte Kunst werden verschiedene Kunststile zusammengefasst. Ihr charakteristisches Merkmal ist, dass sie gegenständliche Bildinhalte entweder in einer stark vereinfachten Form darstellen oder komplett auf Gegenständliches verzichten.

Stattdessen ergibt sich das Bildmotiv in erster Linie aus Farben und Formen. Acrylfarben bieten sich dabei aus mehreren Gründen hervorragend für die abstrakte Malerei an.

Abstrakte Acrylmalerei

Moderne abstrakte Malerei

Die Abstrakte Acrylmalerei

Bei der abstrakten Acrylmalerei kommen verschiedene Maltechniken und unterschiedliche Hilfsmittel zum Einsatz. So werden die Farben beispielsweise so wie sie aus der Tube oder dem Behälter kommen mit dem Pinsel auf den Malgrund aufgebracht. Sie werden aber auch mit Wasser verdünnt und anschließend auf den Malgrund getropft, gespritzt oder geschüttet.

Sie werden mit verschiedenen Zusätzen wie Sand, Erde, Kaffeepulver, Salz oder Glitter vermischt und die Farbflächen mit Werkzeugen wie Gabeln, Messern, Spachteln, Kämmen oder Besen gestaltet. Hilfsmittel wie Schwämme oder Stoffstücke werden in Acrylfarben getaucht und gegen den Malgrund geschleudert oder die Farben werden durch ein Sieb hindurch auf den Malgrund gegossen.

Manchmal werden auch ganz bewusst Risse erzeugt. Dafür wird eine feste, dickflüssige Farbschicht auf herkömmliche Acrylfarbe aufgetragen. Da die obere Farbschicht schneller trocknet als die untere Farbschicht, entstehen dekorative Risse. Der Malgrund bei der abstrakten Acrylmalerei kann ganz normal auf einer Staffelei stehen. Manchmal wird er aber auch auf den Boden gelegt oder hin- und herbewegt, um so das Verhalten der Farben zu beeinflussen. Bei all diesen Malweisen kommen die Vorteile der Acrylfarben zum Tragen.

So können Acrylfarben in praktisch allen Techniken verarbeitet werden. Sie erzeugen leuchtintensive, ausdrucksstarke Farbflächen und trocknen sehr schnell. Zudem stellen sie keine besonderen Ansprüche an den Malgrund und sind auch in Sachen Handhabung sehr unkompliziert.

Anders als bei beispielsweise Ölfarben muss der Künstler also keine besonderen Malregeln beachten. Eine Rolle mag aber sicherlich auch spielen, dass Acrylfarben noch recht junge, moderne Farben sind. Insofern passen sie sehr gut zu der ebenfalls recht jungen und modernen Abstrakten Kunst.

Die beiden Hauptformen der abstrakten Acrylmalerei

Wie eingangs erwähnt ist die Bezeichnung Abstrakte Kunst ein Sammelbegriff. Es gibt also nicht die eine Abstrakte Kunst, sondern diesem Kunstgenre werden verschiedene Kunststile und Richtungen zugeordnet. Das wesentliche Merkmal aller abstrakten Kunststile ist, dass sie auf eine gegenständliche, wirklichkeitsnahe und möglichst naturgetreue Darstellung verzichten.

Da sie also keine gegenständlichen Motive in den Vordergrund stellen, wird auch von der gegenstandlosen Kunst gesprochen. Auch wenn die einzelnen Richtungen und Strömungen innerhalb der Abstrakten Kunst mitunter sehr deutliche Unterscheide aufweisen, so lassen sich die verschiedenen Ausprägungen doch in zwei große Grundformen einteilen. Diese beiden Grundformen sind zum einen die expressive Abstraktion und zum anderen die geometrische Abstraktion.

Die expressive Abstraktion kennzeichnet sich durch Spontaneität, einem bewusst erlebten, von Emotionen geleiteten Malprozess, experimentelle Malweisen und ungewöhnliche Materialien. Der Künstler arbeitet nicht mit einem geplanten, rationalen Konzept und es geht ihm auch nicht um Perfektion.

Stattdessen lässt er sich von seinen Emotionen leiten und verarbeitet die Impulse, die sich beim Malen durch die Farben und deren Dynamik ergeben. Er versteht den Malgrund nicht als starren Bildträger, sondern als Aktionsfläche und somit letztlich als die Bühne des Künstlers. Trotzdem entstehen expressiv-abstrakte Acrylbilder nicht nur durch Zufall und als Ergebnis von spontanen Gesten. Der Künstler hat in aller Regel durchaus eine Vorstellung davon, wie sein Kunstwerk ungefähr aussehen soll.

Er geht aber nicht den klassischen Weg mit einem Konzept, Skizzen und Entwürfen, sondern lässt sich beim Malen auf Experimente ein. In diese Ausprägung der abstrakten Malerei werden verschiedene Kunststile eingeordnet. Hierzu gehören unter anderem der abstrakte Expressionismus, der vor allem in den USA eine Rolle spielt, das Informel oder die informelle Kunst als europäisches Pendant, der Tachismus und die lyrische Abstraktion.

Die geometrische Abstraktion bildet, zumindest was die Malweise angeht, das genaue Gegenteil zur expressiven Abstraktion. Die geometrische Abstraktion ist von klaren Linien, einfachen geometrischen Grundformen und sehr präzise ausgeführten Farbflächen geprägt. Der Künstler arrangiert die Farben und Formen, um so die Aufmerksamkeit auf die Kunst als solches zu lenken.

Er hat vorher einen genauen Plan und lässt sich weder von seinen Gefühlen leiten noch von der Natur oder seiner Umgebung beeinflussen. Die geometrische Abstraktion verzichtet streng und konsequent auf Gegenständliches, ihre Bildwirkung ergibt sich allein aus dem Zusammenspiel zwischen Farben und Formen.

Dieser Ausprägung der abstrakten Malerei werden Stilrichtungen wie der Konstruktivismus, der Suprematismus, die geometrische Abstraktion und die analytische Malerei zugeordnet.

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