Wie große Räume gemütlich werden – 7 Tipps

Wie große Räume gemütlich werden – 7 Tipps

Große, weitläufige Räume mit offenen Grundrissen sind im Trend. Allerdings kann eine Fläche ohne Wände schnell den Charakter einer kühlen und nüchternen Halle bekommen. Die Wohnlichkeit fehlt, eine Struktur ist kaum erkennbar und die Einrichtungsgegenstände wirken irgendwie verloren.

Wie große Räume gemütlich werden - 7 Tipps

Tatsächlich braucht es ein bisschen Fingerspitzengefühl bei der Einrichtung.

Wir haben sieben Tipps, wie große Räume gemütlich werden:

Tipp Nr. 1: die Grundidee festlegen

Soll der Raum ruhig wirken, erden und Entspannung bieten? Oder soll er Energie liefern und zu Action anregen? Soll er eher dezent gehalten sein oder knallbunt daherkommen? Welcher Einrichtungsstil soll dominieren, klassisch, modern, Landhaus oder skandinavisch? Wäre ein Stilmix vielleicht das Richtige?

Bevor es ans Umgestalten und Einrichten geht, sollte das grundlegende Konzept stehen. Natürlich können Kleinigkeiten immer noch verändert werden. Aber wenn klar ist, in welche Richtung es gehen soll, fällt die Auswahl von Farben, Möbeln und Deko sehr viel leichter.

Tipp Nr. 2: einzelne Bereiche definieren

Einen großen Raum klar in mehrere kleine Funktionsbereiche einzuteilen, macht nicht nur das Einrichten einfacher. Vielmehr entsteht eine Struktur, die Orientierung bietet.

Ob Essbereich, Sofa, Klavier oder Leseecke: Auf einer großen Fläche ist es wichtig, die einzelnen Bereiche optisch voneinander abzugrenzen.

Sonst kann es passieren, dass der Raum weniger wie ein Wohnbereich wirkt, sondern eher an eine Lagerhalle oder Verkaufsfläche für Möbel erinnert. Beim Strukturieren helfen zum Beispiel farbige Wandflächen und Teppiche, die einzelne Bereiche einrahmen. Auch Regale eignen sich gut als Raumteiler.

Tipp Nr. 3: Farbe ins Spiel bringen

Etwas Farbe an den Wänden verbindet die Elemente im Raum zu einer Einheit und lässt gleichzeitig Ruhe und Gemütlichkeit einziehen. Dabei verträgt ein großer Raum durchaus auch dunkle und kräftige Farben.

Ein tiefes Grün, ein dunkles Blau oder ein sattes Dunkelrot zum Beispiel sorgen für ein wohnliches Ambiente. Wer es nicht ganz so bunt mag, kann auch einen warmen Sand- oder Grauton wählen.

Wichtig ist nur, dass es sich um eine warme Farbe handelt. Denn ein kühler Farbton in einem großen Raum lässt das Zimmer noch kälter wirken.

Ist noch nicht ganz klar, welche Farbe es werden soll oder wie die ausgesuchte Farbe tatsächlich wirkt, kann ein Farbmuster helfen. Dafür wird eine große Leinwand oder einfach eine Bahn Tapete in der Wunschfarbe gestrichen und für ein paar Tage an der Wand befestigt.

Gefällt die Wirkung, kann die Wand gestrichen werden. Und am besten bleibt es auch erst einmal nur bei einer Wand. Danach lässt sich immer noch entscheiden, ob weitere Wandflächen ebenfalls bunt werden sollen.

Wer auf keinen Fall auf weiße Wände verzichten möchte, kann mit Möbeln Wärme in den Raum bringen. Möbelstücke in kräftigen, warmen Farben setzen schöne Akzente und verleihen Gemütlichkeit.

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Eine natürliche Wärme wiederum entsteht durch Holzmöbel. Hier ist allerdings ratsam, nicht zu viele verschiedene Hölzer miteinander zu mischen. Sonst kann die Einrichtung schnell zusammengewürfelt und zu unruhig wirken.

Tipp Nr. 4: große Möbel wählen

Ein großer Raum braucht üppige Möbel. Dabei kommt es aber weniger auf die Anzahl, sondern in erster Linie auf das Format an. Vor allem die Möbelstücke, die den Mittelpunkt eines Funktionsbereichs bilden, sollten der Raumgröße gerecht werden.

Es darf also gerne eine ausladende Sofalandschaft, ein langer Esstisch mit vielen Stühlen oder eine großzügige Bücherwand sein.

Kleine, zierliche Möbel wirken in einem großen Raum schnell verloren. Außerdem fehlt ihnen die Kraft, um dem Raum Struktur zu geben.

Tipp Nr. 5: Textilien einsetzen

Auch wenn die Farben und die Möbel für die richtige Optik sorgen, kann es sein, dass die wohnliche und gemütliche Note noch immer fehlt. Meist liegt das dann an der Akustik im Raum.

Abhilfe können Textilien schaffen. Bodenlange Vorhänge, Teppiche, kuschelige Decken und Kissen auf dem Sofa, Leinwand-Bilder an den Wänden und andere textile Oberflächen schlucken den Schall.

Dadurch verändert sich die Raumakustik und der Raum wirkt automatisch wohnlicher. Und nebenbei unterstützen Textilien auch optisch die gemütliche Note.

Tipp Nr. 6: Lichtinseln schaffen

Licht ist in jedem Raum wichtig. Auch ein kleines Zimmerchen profitiert von einer durchdachten Lichtplanung. Doch je größer der Raum ist, desto mehr warme Lichtquellen sollte es geben.

Die Basis schafft eine allgemeine Beleuchtung, die direkt oder indirekt gestaltet sein kann. Sie sollte durch einzelne, direkte Lichtinseln ergänzt werden.

Das können zum Beispiel eine lange Lampe direkt über dem Esstisch, eine große Stehlampe neben dem Sofa, kleine Tischlampen auf den Fensterbrettern und Regalböden oder Spots, die die Bilder an den Wänden in Szene setzen, sein.

Stimmig und zugleich gemütlich wirkt die Beleuchtung in einer einheitlichen, warmweißen Lichtfarbe mit 2.700 Kelvin. Ein kaltweißes Licht ist zwar hell, für einen großen Raum aber zu kühl.

Tipp Nr. 7: Kunst und Deko gruppieren

Ein großer Raum bietet viel Platz für Kunst und Deko. Allerdings sollten solche Gegenstände gebündelt werden. Hängt an jeder Wand nur ein kleines Bild, wirkt der Raum schnell unruhig.

Und kleine Figuren, Kerzenständer, Vasen und andere Deko gehen auf der großen Fläche verloren, wenn sie vereinzelt irgendwo stehen.

Kunstwerke in sehr großen Formaten dürfen natürlich für sich alleine wirken. Kleinere Bilder und Kunstgegenstände sollten aber besser in Gruppen arrangiert werden. Passen sie dann auch noch thematisch, farblich oder vom Stil her zusammen, entsteht ein harmonisches Gesamtbild.

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Ferya Gülcan, Künstlername "Feryal" Kunstmalerin und Fotografin, Norbert Sachmann, Galerist, Christian Gülcan (RZA) Kunstmaler und Inhaber diverser Kunstportale schreiben hier Wissenswertes zur internationalen Kunst, Galerien, Maltechniken und Kunstgeschichte.

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