11 Faustformeln für schöneres Wohnen

11 Faustformeln für schöneres Wohnen

Die Wohnung ist schön und gemütlich. Etwas daran auszusetzen, gibt es eigentlich nicht. Doch irgendwie fehlt die letzte Kleinigkeit, die das Zuhause zu einem echten Wohlfühl-Ort macht. – Dieses Gefühl kennen vermutlich viele. Dabei reichen oft wenige Handgriffe aus, um das ganze Ambiente zu verändern. Wir verraten elf Faustformeln für schöneres Wohnen!

11 Faustformeln für schöneres Wohnen

  1. Farben sollten sich wiederholen.

In einem Zimmer gibt es meistens zwei, drei Farben, die das Gesamtbild prägen. Um das Farbkonzept nicht durcheinander zu bringen und trotzdem Akzente zu setzen, sollten die Farben in der Dekoration wieder aufgegriffen werden.

Allerdings sollte es nicht beim gleichen Farbton bleiben. Stattdessen können ruhig verschiedene Farbnuancen zusammenkommen.

Durch die einheitliche Farbwelt sind die Einrichtungsgegenstände im Raum miteinander verknüpft. Die verschiedenen Schattierungen wiederum bringen Abwechslung ins Spiel. Im Ergebnis entsteht ein harmonisches Gesamtbild, das wie aus einem Guss wirkt, ohne dabei langweilig zu sein.

  1. Ungerade Zahlen wirken ansprechender.

Das menschliche Auge empfindet ungerade Stückzahlen harmonischer als eine gerade Anzahl. Daher sollten beim Einrichten keine Gruppen aus zwei, vier oder sechs Dingen zusammengestellt werden. Stattdessen ist ein Arrangement aus drei, fünf oder sieben Stücken die bessere Wahl.

Gut sieht es zum Beispiel aus, wenn drei Vasen oder Gefäße in unterschiedlichen Größen und Formen gruppiert werden. Dadurch wirkt die Deko ansprechend und zugleich abwechslungsreich.

Übrigens gilt die simple Grundregel zur ungeraden Anzahl nicht nur beim Einrichten, sondern auch in der Floristik. Hier wirken eine ungerade Anzahl an Blumen oder Pflanzen auch schöner als eine gerade Stückzahl.

  1. Jeder Raum hat einen Mittelpunkt.

Nicht alle Möbel müssen an der Wand stehen. Die Couch oder das Bett zum Beispiel kann auch ein Stück von der Wand weggerückt werden oder eine Insel mitten im Raum bilden.

Auf diese Weise bekommt der Raum optisch ein Zentrum, das ihm Struktur verleiht und ein ganz neues Ambiente entstehen lässt. Gleichzeitig wird das zentrale Element des Zimmers geschickt in Szene gesetzt.

Ein kleineres Sofa, ein Sideboard oder ein Regal kann außerdem auch so positioniert werden, dass es zum Raumtrenner wird. Das hilft dabei, ein Zimmer mit mehreren Funktionen in die einzelnen Bereiche zu unterteilen.

  1. Ordnung ist schöner als Chaos.

Eine alte Weisheit besagt, dass Ordnung das halbe Leben ist. Im Alltag mag das Aufräumen zwar mitunter nervig und lästig sein. Doch für eine gemütliche Wohnatmosphäre ist Struktur wichtig. Die schönsten Möbel, die tollsten Accessoires und die kreativste Deko bringen am Ende nicht viel, wenn sie von einem Berg Krimskrams überlagert werden.

Das berühmte kreative Chaos lässt sich schwer mit einem behaglichen Wohngefühl verbinden. Deshalb sollten Dinge, die irgendwo herumliegen, gleich an ihrem Platz im Schrank oder in Körben und Kisten verstaut werden.

Nach dem Kuscheln auf dem Sofa ist die Decke schnell wieder zusammengelegt und die alten Zeitschriften rauszubringen, dauert nicht lange. Überhaupt ist ratsam, regelmäßig Dinge, die kaputt sind oder nicht mehr gefallen, auszumisten. Das schafft nicht nur Ordnung und Struktur, sondern schafft auch Platz für Neues.

  1. Licht schafft Atmosphäre und Bereiche.

Für eine behagliche und wohnliche Atmosphäre spielt die Beleuchtung eine entscheidende Rolle. Ein dunkler, düsterer Raum wirkt genauso ungemütlich wie ein zu grell ausgeleuchtetes Zimmer.

Eine bewährte Faustformel, die für die Lichtplanung in jedem Raum gilt, besagt, dass anstelle einer großen Deckenlampe besser mehrere kleine Lichtquellen verteilt werden sollten.

Die einzelnen Lichtquellen schaffen Gemütlichkeit, bieten dem Auge Orientierung und teilen den Raum gleichzeitig in verschiedene Bereiche auf. Nebenbei können hübsche Lampen und Leuchten an- wie ausgeschaltet eine tolle Deko sein.

  1. Textilien sorgen für Abwechslung und Wohnlichkeit.

Eine einfache, schnelle und kostengünstige Möglichkeit, um frischen Wind in die eigenen vier Wände zu bringen, sind Textilien. Kissen und Decken auf dem Sofa oder neue Vorhänge an den Fenstern bringen Wärme und Gemütlichkeit in einen Raum.

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Ein Teppich schafft Behaglichkeit. Gleichzeitig ist er ein probates Mittel, um einen Bereich einzurahmen und vom Rest abzugrenzen.

Textilien in bunten Farben oder mit hübschen Mustern setzen lebendige Akzente. Und wenn die Optik nicht mehr gefällt, können die Textilien jederzeit problemlos ausgetauscht werden.

  1. Gegensätze passen gut zueinander.

Kontraste und Stilbrüche setzen spannende Akzente. Die Kombination von Gegensätzlichem verleiht dem Raum eine besondere und individuelle Note. So kann zum Beispiel ein altes Möbelstück eine moderne Einrichtung prima ergänzen.

Genauso ist möglich, kostengünstige Standard-Möbel aus dem Möbelladen mit ein, zwei edlen Möbel-Klassikern oder ausgefallenen Designer-Stücken zu verbinden. Aber auch der Mix aus hellen Möbeln und dunklen Objekten oder aus einer schlichten, dezenten Einrichtung und einem knalligen Stück kann toll aussehen.

  1. Wände wollen Deko.

Durch Bilder bekommt ein Raum eine persönliche Note. Während nackte Wände kühl und nüchtern wirken, lässt Kunst in jeglicher Form ein Zimmer wohnlich erscheinen. Dabei darf ruhig alles an die Wand, was gefällt. Klassische Gemälde und moderne Kunstwerke machen sich genauso gut wie Poster, Fotos, Bilder von den Kindern oder Postkarten.

Allerdings sollten die Bilder nicht vereinzelt hängen oder nach dem Zufallsprinzip verteilt werden. Besser ist, sie in Gruppen zusammenzufassen und in gedachten Linien oder nach der Petersburger Hängung anzuordnen.

Einheitliche Rahmen, ein gemeinsames Thema, ein bestimmter Stil oder eine Farbwelt schaffen dann eine Verbindung zwischen den einzelnen Werken.

  1. Erinnerungsstücke verdienen einen Ehrenplatz.

Nicht nur Kunstwerke sorgen dafür, dass ein Raum zum persönlichen Rückzugsort wird. Auch Erinnerungsstücke schaffen eine behagliche Atmosphäre. Dinge wie Familienfotos, liebgewonnene Erbstücke oder Mitbringsel aus dem Urlaub sollten einen prominenten Platz bekommen.

Solche Andenken sehen hübsch aus. Viel wichtiger ist aber, dass ihr Anblick schöne Erinnerungen und positive Gefühle hervorruft. Und genau diese Vertrautheit ist das, was ein Zuhause ausmacht.

  1. Bücher sind eine stilvolle Zierde.

Auch oder vielleicht gerade im digitalen Zeitalter sind Bücher eine tolle Deko. Schön ist dabei, wenn die Lektüren nicht in der ganzen Wohnung verteilt sind, sondern als größere Bücherwand im Wohnzimmer, im Arbeitszimmer oder auch im Flur in Szene gesetzt werden.

So eine Bücherwand wirkt edel, verleiht dem Raum Atmosphäre und schafft gleichzeitig Ordnung. Die Bücher selbst müssen aber nicht so ordentlich verräumt sein wie in einer Bibliothek.

Ein paar Zwischenräume, eine Sortierung nach Farben, einige Bücher, die quer liegen, oder ein paar Dekoobjekte wie Vasen, Kerzenleuchter, Figuren oder Topfpflanzen zwischen den Schmökern lassen die Bücherwand zu einem tollen Hingucker werden.

  1. Mutig sein lohnt sich.

Die Wohnung soll ein echtes Zuhause und die ganz persönliche Wohlfühl-Oase sein. Doch Geschmäcker sind verschieden und jeder empfindet Gemütlichkeit anders. Die vielleicht wichtigste Faustregel für schönes Wohnen lautet deshalb: Erlaubt ist, was gefällt.

Es spricht überhaupt nichts dagegen, zu experimentieren, nach Lust und Laune umzuräumen und ungewöhnliche Ideen umzusetzen. Die Sorge, etwas falsch zu machen, ist unbegründet.

Denn wenn das Ergebnis nicht gefällt, ist eine neue Anordnung der Möbel oder eine veränderte Deko schnell wieder rückgängig gemacht. Doch wer den Mut hat, Neues auszuprobieren und dabei seinem ganz eigenen Geschmack zu folgen, wird am Ende meist belohnt.

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Ferya Gülcan, Künstlername "Feryal" Kunstmalerin und Fotografin, Norbert Sachmann, Galerist, Christian Gülcan (RZA) Kunstmaler und Inhaber diverser Kunstportale schreiben hier Wissenswertes zur internationalen Kunst, Galerien, Maltechniken und Kunstgeschichte.

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