8 kreative Ideen für eine Gestaltung der Zimmerdecke

8 kreative Ideen für eine Gestaltung der Zimmerdecke

Der neue Bodenbelag ist ausgesucht und verlegt, die Wände sind hübsch gestaltet. Nur die Decke muss sich mit einem schlichten Weiß begnügen. Aber wieso eigentlich? Schließlich gehört die Decke genauso zum Raum wie der Boden und die Wände. Und sie bietet ebenso viel Potenzial, um sie ansprechend, dekorativ und originell zu gestalten.

8 kreative Ideen für eine Gestaltung der Zimmerdecke

Ein paar Anregungen gefällig? Hier sind acht kreative Ideen für eine Gestaltung der Decke!:

  1. Farbe

Auch die Zimmerdecke kann durchaus etwas Farbe vertragen. Ein bunter Anstrich kann den Raum optisch vergrößern, ihm zu viel Höhe nehmen, für ein warmes Ambiente sorgen oder Ruhe hineinbringen. Der Effekt hängt immer vom gewählten Farbton ab.

Sind die Wände dezent und in einem kühlen Weiß oder Grau gestrichen, setzt zum Beispiel eine sonnengelbe Decke einen warmen Akzent. Ein großer und sehr hoher Raum verträgt einen Deckenanstrich in einem dunklen Grün, einem satten Rot, einem tiefen Blau oder sogar in Anthrazit bis Schwarz.

Denn die dunkle Decke lässt ihn tiefer erscheinen. Dadurch wirkt er weniger wie ein Saal, sondern eher wie eine kuschelige Höhle.

Andersherum profitiert ein kleines Zimmer von einem hellen Deckenstrich. Um den Raum nicht nur höher, sondern auch größer erscheinen zu lassen, sollte der Deckenanstrich dann in einem schmalen Streifen bis auf die Wände fortgesetzt werden.

  1. Tapete

Tapete an der Wand ist nicht ungewöhnlich. Aber die Bahnen machen auch an der Decke eine gute Figur. Geradlinige Muster, verspielte Blumen oder bunte Farbstreifen lassen zusammen mit dezent gestalteten Wänden ein ganz besonderes Raumfeeling entstehen.

Damit die Decke den Raum nicht erschlägt und optisch zu sehr nach unten drückt, sollte aber eine Tapete mit einem recht hellen Grundton gewählt werden.

Um den Raum größer wirken zu lassen, sind Tapeten mit länglichen Mustern gut geeignet. Muster, die quer verlaufen, verleihen einem schmalen Raum mehr Breite.

  1. Stuck

Zeitlos schön und edel sind stuckverzierte Decken. Die eleganten Leisten und Deckenornamente können außerdem mit jedem Einrichtungsstil kombiniert werden. Sie harmonieren prima mit klassischen Möbeln, während sie bei einer sehr modernen Einrichtung für einen tollen Stilbruch sorgen.

Wer nicht in einem Altbau mit gut erhaltenen Original-Stuckaturen wohnt, kann sich mit Elementen aus dem Baumarkt behelfen. Dort gibt es fertige Rosetten, Leisten und Dekore, aber auch Formen zum Selbstgießen.

Tatsächlich muss es aber gar nicht unbedingt Gips sein. Denn auch Elemente aus Styropor, die mit der Deckenfarbe überstrichen werden, sehen verblüffend echt aus.

  1. Holz

Holzvertäfelungen waren recht lange verpönt. Doch jetzt feiern sie ein Comeback. Andere Hölzer, moderne Designs und frische Strukturen sorgen dabei dafür, dass die Deckenverkleidungen von heute nichts mehr mit den biederen Paneelen aus Kiefernholz der 1980er-Jahre gemeinsam haben.

Ein mögliches Material sind große Platten aus Verbundholz. Zu Flächen in unterschiedlichen Formen angeordnet und in verschiedenen Farben lackiert, bringen sie eine moderne und dynamische Note in den Raum.

Tolle Effekte entstehen auch, wenn anstelle von klassischen Brettern lange, schmale Leisten an die Decke montiert werden. Verlaufen die Leisten versetzt zueinander und teilweise auch hochkant, ergibt sich eine lebendige, reliefartige Struktur.

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Wer es lieber etwas klassischer mag, kann starke Bretter oder Balken an die Decke bringen und so eine freigelegte Tragkonstruktion imitieren. Ein sehr dunkler Anstrich als Hintergrund betont die Hölzer und lässt den Raum optisch höher wirken. Wichtig ist dann aber, in welche Richtung die Deckenhölzer verlaufen.

Ist der Raum breiter als lang, sollten die Hölzer längs angeordnet werden. Das streckt den Raum optisch. Andersherum lassen quer verlaufende Hölzer ein Zimmer, das länger ist als breit, breiter erscheinen.

  1. Sichtbeton

Der kühle, nüchterne Industriestil erfreut sich zwar großer Beliebtheit. Doch auf dem Boden und an den Wänden kann Sichtbeton dann doch schnell zu kalt wirken. Eine gute Lösung kann deshalb sein, den Blick nach oben zu lenken und den Beton-Look kurzerhand an die Decke zu verlagern.

Ist ohnehin eine Betondecke vorhanden, kann sie dafür einfach freigelegt werden. Ansonsten lässt sich die Decke mit Betonputz oder einem Anstrich in Betongrau in die gewünschte Optik tauchen.

Ein Boden in einem warmen Holzton und helle, gemütliche Möbel setzen ein behagliches Gegengewicht zum strengen Industrie-Look.

  1. Stoff

Wer nicht zu Farbe, Tapete oder Holz greifen möchte, kann die Decke mit Stoff kaschieren. Dabei kann der Stoff gleichmäßig gespannt unter die Decke gehängt werden.

Eine andere Möglichkeit ist, den Stoff zu drapieren, indem lange Stoffbahnen in Falten gelegt, zusammengerafft oder abgebunden werden.

Der Vorteil bei dieser Deckendekoration ist, dass sie jederzeit wieder entfernt oder ausgetauscht werden kann, wenn die Optik nicht mehr gefällt. Und nebenbei verschwinden unter dem Stoff auch gleich störende Kabel, Rohre und andere Leitungen.

  1. Kunst

Nirgends steht geschrieben, dass Bilder und Gemälde nur an der Wand hängen dürfen. Wer eine museale Decke zaubern möchte, kann klassische Holzpaneele durch gerahmte Bilder ersetzen.

Es kann zwar mitunter eine Weile dauern und zu einer größeren Puzzle-Arbeit werden, bis so viele Rahmen im richtigen Format zusammen sind, dass die ganze Decke dicht an dicht mit Gemälden voll hängt.

Doch dafür entsteht eine originelle Optik. Und wer die Kunstwerke betrachten möchte, kann sich ganz bequem auf die Couch oder das Bett legen und seinen Blick nach oben schweifen lassen.

  1. Deckenfliesen

Ab dem späten 19. Jahrhundert bis in die 1930er-Jahre hinein waren in Nordamerika sogenannte “tin ceilings” sehr beliebt. Dabei wurden die Zimmerdecken mit Zierblechen verkleidet, in die verschiedene Muster und Ornamente geprägt waren.

Auf diese Weise konnten die europäischen Stuckdecken einfach und kostengünstig nachgeahmt werden.

Seit einiger Zeit sind die dünnen Metallfliesen für die Decke wieder zurück und entwickeln sich immer mehr zu einem Einrichtungstrend. Dabei sind die Paneele mit klassischen, ornamentalen und auch mit modernen, grafischen Mustern erhältlich. Und sie kommen mal in Metalltönen und mal in bunten Farben daher.

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Ferya Gülcan, Künstlername "Feryal" Kunstmalerin und Fotografin, Norbert Sachmann, Galerist, Christian Gülcan (RZA) Kunstmaler und Inhaber diverser Kunstportale schreiben hier Wissenswertes zur internationalen Kunst, Galerien, Maltechniken und Kunstgeschichte.

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