7 Typen von Bücherregalen – und was sie über den Besitzer aussagen

7 Typen von Bücherregalen – und was sie über den Besitzer aussagen

Auch oder vielleicht gerade im digitalen Zeitalter sind klassische Bücherregale nach wie vor das Herzstück vieler Wohnzimmer. Und vom simplen Holzregal aus dem Baumarkt über chice Designer-Regalwände bis hin zur maßgeschneiderten Hausbibliothek ist so ziemlich alles vertreten. Bücher rein nach ihrem Einband zu beurteilen, wäre sicher nicht ganz richtig.

7 Typen von Bücherregalen - und was sie über den Besitzer aussagen

Doch die Art und Weise, wie die Bücher präsentiert werden, sagt durchaus etwas über ihren Besitzer aus. Wir stellen sieben Typen von Bücherregalen und die Persönlichkeiten dahinter vor!:

  1. Schlichte Bücherwand beim Literatur-Fan

Wenn die Wand und das Bücherregal zu einer Einheit verschmelzen, ist der Besitzer ein echter Bücher-Liebhaber. Die Literatur ist für ihn die schönste Kunstform, die es gibt. Für Fotos, Bilder oder Gemälde ist an seinen Wänden kein Platz.

Das Regal selbst hält sich meist vornehm zurück. Es ist geradlinig gehalten, verzichtet auf Schnörkel und hat eine gedeckte Farbe, oft im gleichen Ton wie die Wand dahinter.

Denn das Bücherregal soll lediglich den Rahmen bilden und den vielen bunten Buchrücken den vollen Raum lassen, um für sich selbst zu wirken.

  1. Tiefes Bücherregal beim kreativen Chaot

Der mitunter etwas chaotische Kreative mag eigentlich gar keine Regale. Denn diese Möbelstücke sind ihm zu geradlinig und schränken seinen Freiraum durch die rechtwinklige, ordentliche Struktur zu sehr ein. Als Kompromiss setzt er deshalb auf ein Regal mit besonders tiefen Böden.

Auf den einzelnen Ebenen können sich die Bücher wild neben- und übereinander stapeln. Außerdem bleibt genug Platz, um einige Bücher weit nach hinten gegen die Wand zu schieben und davor Fotos, Figuren, kleine Bilder oder Mitbringsel aus dem Urlaub aufzustellen.

Das Bücherregal wird dadurch zum Aufbewahrungsort für Bücher und Kleinkram und gleichzeitig zu einer lebendigen, bunt gemischten Ausstellungsfläche für allerlei Deko.

  1. Großes und flaches Bücherregal beim Schöngeist

Bücherrücken können zwar hübsch aussehen, doch mit den schmalen Seiten der Bücher gibt sich der Schöngeist nicht zufrieden. Er bestückt sein Bücherregal lieber mit wenigen, dafür aber großformatigen Büchern. Diese stellt er mit den Vorderseiten nach vorne oder sogar aufgeklappt ins Regal.

Den hohen Anspruch an die Ästhetik stellt der Schöngeist natürlich auch an das Bücherregal selbst. Wichtig hier ist vor allem, dass es sehr flach gehalten ist. Denn zum einen bietet es den Büchern dadurch einen sicheren Stand.

Und zum anderen kommt niemand in die Versuchung, die Bücher doch mit den Rücken nach vorne ins Regal zu stellen. Farblich hält sich das Regal dezent zurück, damit es den Büchern nicht die Show stiehlt. Außerdem sind die Abstände zwischen den Böden groß, damit auch große Bildbände genug Raum haben.

  1. Regal mit schrägen Böden beim Querdenker

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    So ziemlich alle Bücher sind viereckig und auch klassische Regale sind von rechten Winkeln dominiert. Doch nirgends steht geschrieben, dass Bücher gerade und ordentlich im Regal stehen müssen. Vielmehr können sie genauso gut flach darin liegen, schräg zur Seite gekippt sein oder kreative Stapel bilden. Und auch das Bücherregal selbst kann die Standards und Normen durchbrechen.

Deshalb ist ein Bücherregal ganz nach dem Geschmack des Querdenkers, das ungewöhnliche Formen hat. Verlaufen die Böden dann auch noch in unterschiedlichen Richtungen, so dass sie sich zu verschiedenen Drei- und Vierecken kreuzen, ist der Querdenker vollends zufrieden.

Aus welchem Material das Bücherregal besteht, welche Farbe es hat und ob es zum Rest der Einrichtung passt, ist dem Querdenker hingegen nicht wichtig.

  1. Würfelregal beim Praktiker

Ecken und Nischen, Dachschrägen oder ungünstig geschnittene Räume lassen es manchmal einfach nicht zu, große Bücherregale aus dem Möbelladen aufzustellen. Und auf Maß gefertigte Lösungen passen mitunter nicht ins Budget. Doch den Praktiker stört das wenig.

Er wählt nämlich kurzerhand Quader in verschiedenen Größen und setzt sie so zusammen, wie es die jeweilige Fläche erlaubt. Auf diese Weise entsteht eine individuelle Regalwand, die sich an die baulichen Gegebenheiten anpasst.

Ein weiterer Vorteil von so einem Würfelregal ergibt sich durch die verschieden großen Quader. Neben Büchern bieten sie nämlich auch Platz für Skulpturen, Vasen, Fotos und andere Deko.

  1. Zweckentfremdete Gegenstände als Bücherregal beim Individualisten

    Das entscheidende Element an Bücherregalen sind die waagerechten Böden, die Abstellfläche für die Bücher und andere Dinge bieten. Doch es gibt keine Regeln, die besagen, woraus diese waagerechten Böden oder das ganze Regal bestehen müssen.

Der Individualist nutzt deshalb das als Bücherregal, was ihm gefällt. Alte Wein- oder Obstkisten kommen dabei genauso in Frage wie ein ausgemustertes Surfbrett oder eine kaputte Klappleiter vom Flohmarkt, die lässig an der Wand lehnt. Entscheidend sind ohnehin nicht die Ablage, sondern die Bücher, die darauf stehen, liegen oder gestapelt sind.

  1. Minimalistische Regalbretter beim Büchermuffel

Es gibt etliche Personen, die große Büchersammlungen nicht mehr zeitgemäß finden. Dafür kann es unterschiedliche Gründe geben. Wenig Platz in der Wohnung, der besser genutzt werden kann, keine Lust aufs Abstauben oder eine Bibliothek, die schon längst in digitaler Form auf dem Ebook-Reader bereitsteht, sind Beispiele.

Doch wenigstens eine Handvoll Bücher sollten dann doch noch vorhanden sein. Schließlich möchte der Büchermuffel vor Gästen nicht als unbelesener Literatur-Banause dastehen.

Für ihn sind einfache, schmale Bretter an der Wand die optimale Lösung. Solche minimalistischen Regale nehmen schließlich kaum Platz weg, erfüllen ihre Funktion und setzen die paar Deko-Bücher geschickt in Szene.

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Ferya Gülcan, Künstlername "Feryal" Kunstmalerin und Fotografin, Norbert Sachmann, Galerist, Christian Gülcan (RZA) Kunstmaler und Inhaber diverser Kunstportale schreiben hier Wissenswertes zur internationalen Kunst, Galerien, Maltechniken und Kunstgeschichte.

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