7 Fragen bei der Auswahl des neuen Sofas, Teil 1

7 Fragen bei der Auswahl des neuen Sofas, Teil 1

Sessel, Zwei- und Dreisitzer, Couchlandschaften in L- und U-Form, Sofas mit und ohne Schlaffunktion, Federkern oder Kaltschaumpolster, Bezüge aus den verschiedensten Materialien: Das Angebot an Sofas in Möbelgeschäften, Katalogen und Online-Shops ist riesig. Da fällt es gar nicht so leicht, sich für ein Modell zu entscheiden. Zumal die Couch zu den Anschaffungen gehört, die recht teuer sind, einen Raum maßgeblich prägen und einige Jahre lang Bestand haben sollen.

7 Fragen bei der Auswahl des neuen Sofas, Teil 1

Worauf gilt es also zu achten? In einem zweiteiligen Ratgeber haben wir sieben Fragen zusammengestellt, die bei der Auswahl des neuen Sofas helfen:

  1. Wie wird das Sofa genutzt?

Eine der wichtigsten Fragen überhaupt ist, wofür und in welcher Form das Sofa verwendet wird. Soll die Couch eine gemütliche Kuschelzone für die ganze Familie sein, wird sie zur Sitzgelegenheit bei langen Fernsehabenden oder nehmen darauf hauptsächlich Gäste Platz, die zum Kaffee vorbeikommen?

Legt der Besitzer gerne die Beine hoch, wenn er es sich auf dem Sofa gemütlich macht? Dann ist ein Sofa mit Recamiere eine gute Wahl. Eine klassische Sitzgarnitur hingegen bietet sich an, wenn auf der Couch tatsächlich gesessen wird. Oder soll das Sofa vielleicht eine Schlafmöglichkeit für Übernachtungsgäste bereithalten?

Es gilt also zu klären, wer das neue Polstermöbel wie und wann nutzen wird. Dabei sollte sich der Besitzer aber in erster Linie an seinen eigenen Bedürfnissen orientieren und nicht an denen seiner Besucher. Schließlich geht es um sein Sofa, das in seiner Wohnung stehen wird.

  1. Wie viel Platz ist vorhanden?

Die Größe und der Schnitt des Zimmers bestimmen darüber, ob eine freistehende Couch oder ein Ecksofa, eine mehrteilige Polstergarnitur oder ein schmaler Zweisitzer in Frage kommen. Im Möbelladen kann eine riesige Couchlandschaft super aussehen, zu Hause kann sie ein kleines Wohnzimmer aber regelrecht erschlagen.

Der Besitzer sollte ermitteln, ob trotz des Sofas noch genug Platz bleibt, um sich frei im Zimmer zu bewegen. Das gilt vor allem dann, wenn vor dem Sofa auch noch ein Couchtisch stehen soll. Außerdem sollte der Besitzer prüfen, ob der Platz ausreicht, wenn das Sofa zum Bett ausgezogen oder ausgeklappt wird.

Einige Markenhersteller haben Systeme im Angebot, bei denen die Couch nach Wunsch und Bedarf aus einzelnen Modulen zusammengesetzt werden kann.

Nun fällt es vielen aber schwer, sich die tatsächliche Größe nur anhand von Zenitmeterangaben vorzustellen. Hilfreich kann deshalb sein, die Stellfläche des Sofas auf dem Fußboden mit Malerkrepp abzukleben oder mit Zeitung auszulegen.

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Eine andere Möglichkeit ist, Kartons in der Form des gewünschten Sofas aufzustellen. So entsteht ein dreidimensionaler Eindruck.

  1. Wie groß ist der Couch-Besitzer?

Die Sitzhöhe und die Sitztiefe sind zwei weitere wichtige Faktoren. Bei der Auswahl spielt einerseits eine Rolle, ob der Besitzer überwiegend auf der Couch sitzt oder liegt. Generell gilt, dass das Aufstehen leichter fällt, wenn das Sofa höher ist. Dafür hat eine niedrigere Couch mehr Lounge-Charakter.

Andererseits ist die eigene Körpergröße ein Kriterium. Je größer der Besitzer ist, desto höher und tiefer sollte sein Sofa sein, damit er es sich darauf auch wirklich bequem machen kann. Auch ältere Leute sind mit einem höheren Modell besser beraten.

Als ideal gilt eine Sitzhöhe zwischen 43 und 48 Zentimetern, die Sitztiefe sollte sich in einem Bereich zwischen 55 und 62 Zentimetern bewegen.

Letztlich lautet hier die Devise aber:

Ausprobieren. Bei einem Probesitzen lässt sich am besten und sichersten herausfinden, wie bequem das Sofa tatsächlich ist. Im Optimalfall sollte sich die ganze Familie zusammen auf die Couch setzen. Dann ist sichergestellt, dass später auch wirklich alle darauf Platz haben.

  1. Wie auffällig soll das Sofa sein?

Ein knallrotes Sofa, eine Couch mit einem romantischen Rosenmuster oder eine Sofalandschaft aus kräftig blauem Leder kann ein echter Hingucker sein. Allerdings sollte sich das übrige Farbkonzept des Raums dann eher zurückhalten.

Denn allein schon durch die Größe ist das Sofa eine dominante Fläche. Treffen zu viele Farben und Muster aufeinander, kann das Gesamtbild schnell zu unruhig oder wild zusammengewürfelt wirken.

Hinzu kommt, dass ein Sofa meist mehrere Jahre erhalten bleibt. Deshalb sollte der Besitzer den Bezug mit Bedacht wählen. Gerade bei auffälligen Mustern ist die Gefahr groß, dass sich der Besitzer schnell daran satt sieht.

Für Sofas in gängigen Größen sind zwar oft Hussen erhältlich. Damit kann die Couch im Handumdrehen einen neuen Look erhalten. Doch auch Hussen und Bezüge sind nicht ganz billig.

Wer unsicher ist, kann mit einem Sofa in einer dezenten, neutralen Farbe wenig falsch machen. Zumal Kissen und Decken für hübsche Akzente sorgen können. Und sie lassen sich, anders als das Sofa, jederzeit unkompliziert austauschen.

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Ferya Gülcan, Künstlername "Feryal" Kunstmalerin und Fotografin, Norbert Sachmann, Galerist, Christian Gülcan (RZA) Kunstmaler und Inhaber diverser Kunstportale schreiben hier Wissenswertes zur internationalen Kunst, Galerien, Maltechniken und Kunstgeschichte.

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