Einrichtung und Deko mit Messing – Infos und Tipps, 1. Teil

Einrichtung und Deko mit Messing – Infos und Tipps, 1. Teil

Messing lässt die eigenen vier Wände buchstäblich strahlen. Durch Möbel, Deko und Accessoires aus Messing leuchten die Räume im Handumdrehen in edlem Gold. Dabei muss das robuste Material keineswegs altbacken wirken. Ganz im Gegenteil kann es zwar einen Hauch Nostalgie versprühen, aber genauso gut auch sehr modern und puristisch rüberkommen.

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Einrichtung und Deko mit Messing - Infos und Tipps, 1. Teil

Es passt zu den verschiedensten Einrichtungsstilen und lässt sich hervorragend mit etlichen Farben und anderen Materialien kombinieren.

Doch damit Messing seine Wirkung entfalten kann, sollte der Einsatz eher sparsam und durchdacht erfolgen.

Wir haben in einem zweiteiligen Beitrag jede Menge Infos und Tipps rund um das Thema Einrichtung und Deko mit Messing zusammengestellt!:

Was genau ist Messing eigentlich?

Messing ist eine Legierung aus Kupfer und Zink. Deshalb gibt es nicht das eine Messing, sondern vielmehr etliche Varianten, die sich aus den verschiedenen Legierungen ergeben.

Nach Angaben des Deutschen Kupferinstituts ist Messing in etwa 60 Sorten gebräuchlich. Für einige Anwendungen sind die jeweiligen Legierungen definiert. Das gilt zum Beispiel für Rohre und Armaturen.

Je nach Anteilen von Kupfer und Zink in der Legierung schimmert Messing bräunlich, rötlich, weißgelb, hellgelb, goldgelb oder grünlich. Außerdem ist Messing glatt, glänzend und matt gebürstet erhältlich.

Messing hat zwar ebenfalls seinen Preis, Gegenstände daraus sind aber deutlich günstiger als vergoldete Objekte. Weil die edle und glänzende Optik Gold ähnelt, wurde Messing schon in der Antike oft für Goldfälschungen verwendet.

Das robuste Material lässt sich gut verarbeiten, eignet sich prima für die Herstellung preiswerter Massenprodukte und kann ohne Qualitätseinbußen recycelt werden.

Aus diesem Grund ist Messing an vielen Stellen anzutreffen, so zum Beispiel als Rohr, Brillenfassung, Reißverschluss, Musikinstrument oder Geldmünze. Außerdem kommt Messing natürlich im Interieur zum Einsatz, etwa in Form von Lampen, Bilderrahmen, Kerzenleuchtern, Gefäßen, Besteck, Armaturen oder Türgriffen.

Sogar ganze Möbelstücke wie Tische sind aus Messing erhältlich.

Inzwischen wird das edle, goldglänzende Material außerdem als Spritzschutz und Arbeitsfläche in der Küche eingesetzt.

Hier geht es allerdings nicht nur um das dekorative Aussehen, sondern auch um die Hygiene. Denn durch den Kupferanteil können sich auf Messingoberflächen Bakterien nicht vermehren.

Woran ist echtes Messing zu erkennen?

Ob eine Vase, ein Kerzenständer oder ein anderes Deko-Objekt wirklich aus Messing besteht oder nur ein Imitat in Messingoptik ist, ist auf den ersten Blick nicht immer zu erkennen.

Doch es gibt einen einfachen Trick, der schnell für Klarheit sorgt: Wird ein Magnet an das Objekt gehalten und bleibt der Magnet daran haften, handelt es sich nicht um Messing. Denn echtes Messing ist nicht magnetisch.

Optisch macht es zunächst keinen großen Unterschied, ob ein Stück aus reinem Messing besteht oder nur mit einer dünnen Messingschicht überzogen ist. Beim Reinigen ist aber etwas Vorsicht geboten. Denn je dünner die Messingschicht ist, desto schneller können unschöne Kratzer und Flecken entstehen.

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Was hat es mit der Patina auf sich?

Feuchtigkeit und Schweiß führen dazu, dass auf Messingoberflächen schnell ein sogenannter Edelrost entsteht. Auch auf den Kontakt mit Sauerstoff reagiert das Material mit Korrosion.

Wer den Glanz bewahren, nicht ständig zum Poliertuch greifen und die Oberfläche unempfindlicher machen möchte, kann Messing mit einer transparenten Lackschicht schützen.

Allerdings nimmt die Schutzschicht dem Material viel von seiner besonderen Wirkung. Eine interessante Alternative kann sein, Messingelemente mit einem speziellen Wachs zu versiegeln.

Eigentlich soll Messing aber altern und die Patina kann zu einem optischen Element werden, das ganz gezielt eingesetzt wird. Welche Farbe die Patina annimmt, hängt dann wieder mit der Legierung zusammen.

Je nachdem, wie das Material zusammengesetzt ist, färbt sich die oxidierte Schicht nämlich bräunlich, rötlich, gelb oder grünlich.

Eine grünliche Schicht auf Messing kann aber statt einer schönen Patina auch echter Grünspan sein. Dieser ist giftig. Zu erkennen ist echter Grünspan zum einen an kleinen, grün-blauen Kristallen auf der Oberfläche und zum anderen an einem unangenehm aufdringlichen Geruch.

Mit einem milden Reinigungsmittel und einem weichen Schwamm lässt sich Grünspan gut entfernen. Dabei aber sicherheitshalber Handschuhe tragen und den Schwamm nach der Reinigung unbedingt entsorgen.

Weitere Pflegetipps für Messing geben wir noch im 2. Teil.

Zu welchen Einrichtungsstilen passt Messing?

Vor allem in den 1950er- und 60er-Jahren war Messing ein beliebtes und gerne eingesetztes Element im damals modernen Wohnstil. Wie so ziemlich alle glänzenden Materialien galt Messing dann aber lange Zeit als altbacken.

Mit dem Comeback des Einrichtungsstils in den vergangenen Jahren kehrte auch Messing wieder in die Wohnräume zurück.

In Kombination mit dunklen Farben, Möbeln aus Teakholz und schweren Stoffen wie Samt entsteht ein glamouröser Look, der die edle Nostalgie der glanzvollen Jahrzehnte aufgreift.

Daneben passt Messing sehr gut zum schlichten Scandi-Stil. Weiße Oberflächen, helle Hölzer, leichte Stoffe und Pastellfarben schaffen einen Raum, in dem Messing zum spannenden Blickfang werden kann.

Als Deko macht Messing in allen Wohnräumen eine gute Figur. Aber vor allem das Bad und die Küche gewinnen durch modern inszenierte Messingdetails viel Ausstrahlung.

Grundsätzlich sollte bei Messing, wie auch bei anderen glänzenden Metallen, nach dem Motto „weniger ist mehr“ verfahren werden. Denn zu viel des goldglänzenden Materials kann einen Raum erschlagen und nimmt den einzelnen Elementen zudem ihre Wirkung.

Gibt es in dem Raum bereits Messingelemente, zum Beispiel in Form von Türklinken, Fenstergriffen, Lichtschaltern oder Beschlägen an Möbeln, können ein paar ausgewählte Stücke mehr untergebracht werden und so für ein harmonisches Gesamtbild sorgen.

Ansonsten sollte es bei wenigen Objekten bleiben, die dafür prominent in Szene gesetzt werden.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

Thema: Einrichtung und Deko mit Messing – Infos und Tipps, 1. Teil

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Ferya Gülcan, Künstlername "Feryal" Kunstmalerin, Mitinhaberin Koozal Galerie & Möbel und Fotografin, Norbert Sachmann, Galerist, Christian Gülcan Mitinhaber Koozal Galerie & Möbel, (RZA) Kunstmaler und Betreiber diverser Kunstportale, schreiben hier Wissenswertes zur internationalen Kunst, Galerien, Maltechniken und Kunstgeschichte.

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